Solar- und Gründach-Kataster Lennestadt aktualisiert

Rund 250 Zugriffe im Monat


Das Solardach eines Einfamilienhauses in Lennestadt: Mit den Photovoltaik-Modulen wird Solarstrom geerntet und mit den Röhren-Kollektoren unten Solarwärme zur Trinkwasser- und Heizungsunterstützung. von privat
Das Solardach eines Einfamilienhauses in Lennestadt: Mit den Photovoltaik-Modulen wird Solarstrom geerntet und mit den Röhren-Kollektoren unten Solarwärme zur Trinkwasser- und Heizungsunterstützung. © privat

Lennestadt. Mit durchschnittlich 250 Zugriffen im Monat wird das Solar- und Gründachkataster von den Lennestädter Bürgern auf der Internetseite der Stadt Lennestadt genutzt und ist inzwischen gut bekannt. Neu sind nach der erfolgten Aktualisierung die Grundlagendaten, sprich das Kataster wird vom Datenstand 2017 auf den Datenstand 2021 gehoben.


Gebäudesituationen, die sich in den Zwischenjahren geändert haben, sind jetzt abgebildet. Neubaugebiete sind hinzu gekommen, Dachveränderungen wurden berücksichtigt und nicht mehr vorhandene Gebäude entfernt.

Außerdem wurde die Vegetationssituation zum Stichjahr 2021 berücksichtigt, so dass aktuellere Verschattungen angezeigt werden können.

Im Bereich Photovoltaik wurde die Modulbelegung auf dem Dach von 250 Wattpeak-Module auf die aktuelleren 300 Wattpeak-Module umgestellt. Das „alte“ und das neue Modul benötigen fast dieselbe Fläche, wobei das neue Modul rechnerisch 25 Prozent mehr Leistung bringt.

PV-Dach-Potential für ganz Lennestadt ist gestiegen

In Kombination mit mehr gebauter Dachfläche und der in den letzten Jahren gestiegenen Strahlungsintensität ist das PV-Dach-Potential für ganz Lennestadt von 118 Megawattpeak auf 181 MWp gestiegen. Alle geeigneten Dachflächen in Lennestadt könnten nach der Aktualisierung zusammen 140 Gigawattstunden Solarstrom im Jahr produzieren, soviel wie 35.000 Haushalte im Durchschnitt im Jahr Strom verbrauchen. Zum Vergleich, Lennestadt hat derzeit 25.908 Einwohner.

Dachflächen können aber nicht nur zur Stromproduktion eingesetzt werden. Mit einer vergleichsweise kleinen Dachfläche zwischen 9 und 12 Quadratmetern lassen sich durch sogenannte Solarkollektoren bei einem Einfamilienhaus Solarwärme zur Warmwasser- und Heizungsunterstützung nutzen.

Hohes Potential für solare Wärme

Auch hier ist das aktualisierte Potenzial der Dächer für solare Wärme in Lennestadt enorm: Rein rechnerisch könnte die Warmwasser- und Heizungsunterstützung (40 Prozent) durch Solarkollektoren auf allen geeigneten Dächern in Lennestadt für 35.000 Haushalte sichergestellt werden.

Weiterführende Informationen beim Klimamanager der Stadt Lennestadt, Martin Rabe, unter Tel. 02723 / 608-120 oder m.rabe@lennestadt.de.

Artikel teilen: