Sechs Lennestädter Schulen erhalten Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung
68-prozentige Förderung
- Lennestadt, 24.08.2022
- Politik
- Von Nicole Voss
Lennestadt. Im Stadtgebiet Lennestadt wird weiter daran gearbeitet, Energie einzusparen. Dazu sollen insgesamt sechs Photovoltaik-Anlagen auf den Grundschulen in Meggen, Maumke, Grevenbrück und Bilstein, der Realschule Grevenbrück und der Sekundarschule Meggen errichtet werden. Der Ausschuss für Schulen, Kultur, Sport und Soziales hat der Auftragsvergabe in seiner Sitzung am Dienstag, 23. August, zugestimmt.

Die Kosten liegen bei insgesamt 640.000 Euro, von denen 435.000 Euro (entspricht 68 Prozent) im Rahmen des Landesprogramms NRW „Progres.NRW - Klimaschutztechnik“ beantragt wurden. Durch die Zuwendung verringert sich die Amortisationszeit auf dreieinhalb bis sieben Jahre. Ohne Förderung würde sich der Zeitraum, bis sich die Investitionen rechnen, auf 11 bis 19 Jahre belaufen.

Voraussetzung für die Förderung zur Errichtung einer PV-Dachanlage mit Batteriespeicher auf kommunalen Gebäuden ist, dass die elektrische Energie für den Eigenbedarf erzeugt wird. Genannte Einschränkung sorgte für Diskussionen. Rita Balve-Epe (CDU) hinterfragte, ob mehr als 20 Prozent ins Netz eingespeiste Energie gegen die Förderrichtlinien verstoßen.





Paul Kleffmann, Bereichsleiter Hochbau, gab zu bedenken, dass sich die Anlagen am Verbrauch der Schulen in den vergangenen drei Jahren orientieren und die Anlagen unter den 20 Prozent Überschuss bleiben. Die größte Leistung, etwa die Hälfte der Gesamtleistung, wird die Anlage auf der Sekundarschule erbringen. Die andere Hälfte der Energieleistung entfällt auf die fünf weiteren Schulen.


Andreas Verbeek (Die Grünen) hinterfragte, wie es sein könne, dass vor etwa 20 Jahren bereits Anträge auf die Installation von Photovoltaikanlagen gestellt wurden und erst jetzt Bewegung in die Sache komme. Paul Kleffmann: „Es handelt sich um Schulen mit neuen Dächern, dadurch ist es möglich. Auf dem Dach des GymsL´s wäre die Installation einer Anlage auch möglich, aber dort wurde vor einigen Jahren ein Blockheizkraftwerk eingebaut. Beides zusammen verträgt sich nicht so gut.“

Maximilian Ellinger (SPD) betonte, dass die Stadt mit der eigenen Stromerzeugung ein Zeichen setze. Die Frage von Heinz Vollmer (SPD), dass ihm einer erklären solle, warum kein zusätzlicher Strom produziert werden und ins Netz eingespeist werden dürfe, blieb unbeantwortet.
