Sebastian Heimes und seine Helfer bringen Winterflair nach Halberbracht
Pisten-Bully-Erweckung
- Lennestadt, 01.12.2023
- Verschiedenes
- Von Nils Dinkel
Halberbracht. Sebastian Heimes hat im Sommer gemeinsam mit Ehefrau Jennifer die Skihütte Halberbracht übernommen und der einzigen Gaststätte im Dorf neues Leben eingehaucht. Mit dem einsetzenden Winter reaktivierte er den Pisten-Bulli nach einem zehnjährigen Winterschlaf - zur Freude zahlreicher Rodler, die die Halberbrachter Schneelandschaft zum Schlitten fahren nutzten.

Im Gespräch mit LokalPlus im Sommer hatte der Halberbrachter berichtet, wie sehr er sich wünscht, den Pisten-Bully auf „seine Piste“ hinter der Skihütte zu bringen. Das Ehepaar hatte die Idee, eine Almhütte in Österreich zu betreiben, verworfen und sich dafür entschieden, in der Heimat zu bleiben.

Allerheiligen nahm er sich Zeit, das eingestaubte Arbeitsgerät wieder in Schwung zu bringen. Verlassen konnte er sich dabei auf drei seiner Stammgäste: Sebastian Wagener, Andre Thalhammer und Maximilian Scheele.



„Ich hatte gedacht, der tut es nicht mehr“, so Sebastian Heimes. Neben der aufwändigen Reinigung wartete weitere Arbeit auf die Jungs, um das Gefährt aus den 80er-Jahren wieder einsatzbereit zu machen. Dazu zählten der Wechsel von Betriebsstoffen und Arbeiten an der Hydraulik sowie der Tausch der Batterie.

Vorne am Kettenfahrzeug ist eine Schaufel montiert. Hinten befand sich eine Vorrichtung, um den Schnee glattzuziehen. „Der Heimatverein, der die Hütte damals betrieben hat, hat den Pisten-Bully angeschafft. Damals wurden um Halberbracht und die Kuhhelle herum mit dem Bully noch Langlaufloipen präpariert“, weiß Sebastian Heimes.
Schnee geschoben hat der Hüttenbesitzer in diesen Tagen schon mit dem Pisten-Bully an der Skihütte. Um die Piste damit zu präparieren, liege zu wenig Schnee, so Sebastian Heimes. Seit mehreren Tagen ziehen die Halberbrachter Kinder schon mit ihren Schlitten zum Hang und rodeln bis zum Einbruch der Dunkelheit.
„Ich hätte im Leben nicht Ende November mit Schnee gerechnet“, freut sich Sebastian Heimes. Wenn er schon nicht in die Alpen geht, gibt es für ihn Alpenflair in Halberbracht.
