Rote Ampel sorgt für Hupkonzert am Bahnübergang Maumke

An Nachtruhe ist nicht zu denken...


  • Lennestadt, 04.09.2022
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Wenn sich ein Zug nähert, wird die Ampel für Abbieger und Geradeausfahrende rot - und das „Hupkonzert“ beginnt. von Nicole Voss
Wenn sich ein Zug nähert, wird die Ampel für Abbieger und Geradeausfahrende rot - und das „Hupkonzert“ beginnt. © Nicole Voss

Maumke. An erholsamen Schlaf ist bei Andrea Bamfaste nicht mehr zu denken. Das liegt nicht nur daran, dass die Maumkerin direkt an der Bahnstrecke von Altenhundem nach Finnentrop wohnt, sondern vielmehr an den hupenden Autofahrern, die sie jede Nacht mehrfach aus dem Schlaf reißen.


Zum Hintergrund: Vor dem Bahnübergang am Ortseingang Maumke wurde eine Ampel installiert, die rot wird, sobald ein Zug anrollt. Sowohl von Meggen als auch von Grevenbrück kommend springt die Ampel auf rot.

Nicht nur die Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Bahnüberweg abbiegen wollen, sondern auch die, die geradeaus fahren, müssen anhalten. Wenn die Schranke unten ist, springt das Lichtzeichen auf grün und die Weiterfahrt ist möglich.

Vor einer roten Ampel stehen zu bleiben - eigentlich logisch für alle Verkehrsteilnehmer. Nicht so in Maumke: Kaum steht jemand vor der roten Ampel, beginnt ein penetrantes „Hupkonzert“. Es scheint als könnten die Verkehrsteilnehmer den Sinn der roten Ampel nicht nachvollziehen und wollten ihren „Vormann“ auf diese Weise zum Weiterfahren zwingen.

Die Schilder, dass es sich um eine Sackgasse handelt, werden oftmals übersehen oder missachtet. von Nicole Voss
Die Schilder, dass es sich um eine Sackgasse handelt, werden oftmals übersehen oder missachtet. © Nicole Voss

Andrea Bamfaste hat den Sinn der Ampel dank ihrer Nachfrage bei der Deutschen Bahn verstanden: „Die rote Ampel dient dem Schutz der Fußgänger und Fahrradfahrer. Wenn diese über den kleinen Weg aus Richtung Meggen kommen und auf den Gleisen stehen, haben sie bei roter Ampel die Möglichkeit, die Straße ohne Gefahr zu überqueren.“

Ein weiteres Problem sind für Andrea Bamfaste die Lkw-Fahrer: Als könnten sie keine Verkehrsschilder lesen, fahren sie oftmals direkt in die ausgeschilderte Sackgasse vor ihrer Haustür.

Das Haus von Familie Bamfaste steht hinter dem Bahnübergang. Was das bedeutet, kann man sich vorstellen. von Nicole Voss
Das Haus von Familie Bamfaste steht hinter dem Bahnübergang. Was das bedeutet, kann man sich vorstellen. © Nicole Voss

Generell findet die Maumkerin, dass der Verkehr auf der Schiene zugenommen hat und durch die schnelleren Züge (IC, ICE) auch lauter geworden ist. Fragt man sie, wann der nächste Zug vorbeifährt, kommt wie aus der Pistole geschossen: „Um viertel vor und um viertel nach – ohne die Güterzüge.“ Eine zusätzliche Belastung, zu den hupenden Pkw-Fahrern.

Mit Blick auf ihre Nachtruhe und die ihrer Familie würde sich Andrea Bamfaste wünschen, dass sich Verkehrsteilnehmer einfach an den Verkehrsregeln orientieren. Und nicht zu jeder Tag- und Nachtzeit wild hupen, weil sie vor einer roten Ampel stehen.

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