Rolf Zöllner beendet nach 52 Jahren politisches Engagement in Lennestadt

Nun ist Schluss mit Lokalpolitik


Rolf Zöllner macht im Alter von 78 Jahren Schluss mit der Lokalpolitik. Er möchte die gewonnene Freizeit mit seiner Familie von Nils Dinkel
Rolf Zöllner macht im Alter von 78 Jahren Schluss mit der Lokalpolitik. Er möchte die gewonnene Freizeit mit seiner Familie © Nils Dinkel

Lennestadt. Rolf Zöllner geht nach 52 Jahren in den politischen Ruhestand. In der Ratssitzung am Mittwoch, 30. März, gibt er seine ehrenamtlichen lokalpolitischen Ämter in jüngere Hände ab.


Rolf Zöllner zählt im Rat der Stadt Lennestadt mit 78 Jahren eindeutig zu den alten Hasen. Mittlerweile hinterlässt das Alter seine Spuren. „Mein Herz möchte nicht mehr so wie ich möchte“, beklagt der Rentner.

Fast 40 Jahre stand der Altenhundemer im Dienst der Stadt Lennestadt. Damals noch im alten Amtshaus in Grevenbrück, später in Altenhundem. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand ließ er sich im Jahr 2009 für die SPD in den Stadtrat wählen.

Die Liste seiner Tätigkeitsfelder ist lang. Unter anderem ist Rolf Zöllner zur Zeit stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtentwicklung und Bauen sowie Vorsitzender des Wahlprüfungsausschusses. Außerdem gehört er dem Rechnungsprüfungs- und dem Wahlausschuss an. Die Aufgaben werden künftig auf mehrere Schultern verteilt.

Neuwahl des Bürgermeister-Vertreters

Rolf Zöllner bekleidet außerdem das ehrenamtliche Amt des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters. Dieses Amt hatte er im Jahr 2013 von Karl Knoche übernommen. Bei zahlreichen Terminen vertrat er den ehemaligen Bürgermeister Stefan Hundt bzw. den amtierenden Bürgermeister Tobias Puspas.

Als Rolf Zöllner 2008 in Rente ging, glaubten viele, er wisse die gewonnene Zeit nicht sinnvoll zu nutzen. „Ich bin immer beschäftigt gewesen“, so der 78-Jährige. von Nils Dinkel
Als Rolf Zöllner 2008 in Rente ging, glaubten viele, er wisse die gewonnene Zeit nicht sinnvoll zu nutzen. „Ich bin immer beschäftigt gewesen“, so der 78-Jährige. © Nils Dinkel

„Die Stadt Lennestadt wird bald 53 Jahre alt. Ich durfte sie hiervon 52 Jahre begleiten. Erst in der Verwaltung, dann in der Lokalpolitik“, so Rolf Zöllner. Das müsste erst einmal jemand nachmachen. „Was ich bislang gemacht habe, war gut und es hat mir gefallen. Aber wie sagte der hessische Ministerpräsident Volker Buffier? Alles hat seine Zeit. Ich halte sie für gekommen“, erzählt der 78-Jährige.

Heinz Vollmer schwärmt

„Ich arbeite seit vielen Jahren mit ihm zusammen. Er ist immer die Zuverlässigkeit in Person gewesen. Das war für ihn eine Selbstverständlichkeit“, reflektiert Heinz Vollmer als SPD-Fraktionsvorsitzender die Zeit mit Rolf Zöllner. Er habe das komplette „Know How“ einer Verwaltung mitgebracht. Der 78-Jährige war Kämmerer und Beigeordneter.

Zuletzt hatte Rolf Zöllner noch zwölf Aufgabenbereiche; unter anderem als zweiter stellvertretender Bürgermeister. von Nils Dinkel
Zuletzt hatte Rolf Zöllner noch zwölf Aufgabenbereiche; unter anderem als zweiter stellvertretender Bürgermeister. © Nils Dinkel

„Rolf Zöllner hat praktisch alles im Rathaus gemacht. Er gab immer Impulse, wie man in der Verwaltung etwas verändern kann. Für unsere Fraktion war er ein extrem wichtiger Mann“, so Heinz Vollmer. Dementsprechend erfreut zeigte sich der Fraktionsvorsitzende, dass der Rentner der Partei weiterhin beratend zur Seite steht. Das Amt des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters soll Sebastian Sonntag übernehmen.

Bürgermeister dankt

„Mit Rolf Zöllner verlieren wir einen wertvollen Mann. Er hat das Alter. Wenn er in den Ruhestand will, müssen wir das akzeptieren“, so Heinz Vollmer.

„Es ist immer ein besonderer Moment, wenn jemand nach so vielen Jahren sein politisches Mandat niederlegt. Hier haben wir die Besonderheit, dass es sich bei Rolf Zöllner um den zweiten stellvertretenden Bürgermeister handelt. Ich wünsche ihm alles Gute“, so Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas, der dem Rentner für sein Engagement für die Stadt Lennestadt dankte.

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