Nikolas Höniger brennt für spektakuläre Himmelsfeuerwerke

Trotz Verkaufsverbot


  • Lennestadt, 16.12.2021
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Nikolas Höniger ist Influencer und Feuerwerksfan. Auf Youtube unterhält er viele tausende Abonnenten. von Nils Dinkel
Nikolas Höniger ist Influencer und Feuerwerksfan. Auf Youtube unterhält er viele tausende Abonnenten. © Nils Dinkel

Oberelspe. Ist der Funke erloschen? Nikolas Höniger brennt für zwei Tage im Jahr. Das ist schon immer so gewesen. Weihnachten und sein Geburtstag bedeuten dem Oberelsper weniger als die Faszination Feuerwerk in der Silvesternacht und am Neujahrstag. Doch sein Hobby, mit dem er sich als Influencer einen Namen gemacht hat, ist gefährdet. Der Verkauf von Feuerwerk ist – ob Verbot oder nicht – massiv eingebremst.


Nikolas Höniger mag es laut und bunt. Doch seine Freude am Feuerwerk ist auch zur Jahreswende 2021/22 getrübt. Nur vereinzelt werden Raketen gen Himmel steigen. Eigentlich hätte er 500 Euro in den Himmel gejagt. Nun muss er sich wieder mit seinen Restbeständen begnügen.

Wie bereits im vergangenen Jahr hat der Bund-Länder-Gipfel einen Beschluss für ein bundesweites Abgabeverbot von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2. angestrebt. Trotzdem will sich Nikolas Höniger für 48 Stunden intensiv mit Feuerwerk beschäftigen.

Online-Einkauf birgt Gefahren

„Baumärkte, Discounter, und Supermärkte sind gerade in der Rückabwicklung. Die Belieferungen wären in diesen Tagen erfolgt. Selbst, wenn das Verbot vom Bundesrat oder einem Gericht gekippt wird, würde es wahrscheinlich kaum Feuerwerk in den Läden geben“, ist sich der 25-Jähriger Oberelsper sicher.

Die Feuerwerkseffekte hält Nikolas Höniger mit seiner Kamera fest. von Nils Dinkel
Die Feuerwerkseffekte hält Nikolas Höniger mit seiner Kamera fest. © Nils Dinkel

Besonders reizvoll sei für viele der Online-Einkauf. Allerdings seien hier auch schwarze Schafe mit Böllern aus dem Ausland und teils sogar nicht in Deutschland zugelassenen Feuerwerkskörpern unterwegs. „Alles steht und fällt mit der BAM-Nummer“, erzählt der Hobby-Pyrotechniker.

Mit Böllern aus dem Ausland steige das Verletzungsrisiko. Hierin sieht Nikolas Höniger auch das größte Problem: Mitunter könnten Böller und Feuerwerk aus dem Ausland echten Sprengstoff statt Schwarzpulver enthalten.

„Aus pandemischer Sicht spricht nichts gegen Feuerwerk“

Er erinnert daran, dass aus pandemischer Sicht nichts gegen ein Feuerwerk spreche und sogar Virologen und Wissenschaftler keine Einwände dagegen hätten. Außerdem sei es kaum möglich, sich ernsthafter mit Feuerwerk der Klassifizierung F2 mit BAM-Nummer zu verletzen. In die Statistik von Unfällen an Silvester flössen auch Selbstbauten und ausländische Böller ein. Trotzdem sei die Zahl der Verletzten gering, so Nikolas Höniger.

Noch kann der Oberelsper auf Restbestände zurückgreifen. Teilweise erhält Nikolas Höniger aber auch Raketen zu Testzwecken. von Nils Dinkel
Noch kann der Oberelsper auf Restbestände zurückgreifen. Teilweise erhält Nikolas Höniger aber auch Raketen zu Testzwecken. © Nils Dinkel

Der Begriff „Feuerwerk“ sei im Sprachgebrauch positiv behaftet. Um dieses werde man in einer schwierigen Zeit beraubt. Mit seinen Erlebnissen am 31. Dezember und 1. Januar unterhält Nikolas Höniger seine Follower über das gesamte Jahr. Seine Eindrücke hält er per Video fest.

Hintergrund:

Der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk plant, gegen das Verbot vorzugehen. Der Verband erinnert daran, dass quasi alle Einnahmen in der Branche weggefallen seien.

Neben dem Verkaufsverbot 2021/22 sind in diesem Jahr nahezu alle Veranstaltungen ausgefallen, bei denen Feuerwerke hätten am Himmel betrachtet werden können. Im Kreis Olpe wären dies etwa „Stark im Park“ und das Sonderner Seenachtsfest gewesen. Weitere Gründe gegen ein Verbot sind laut Verband etwa der ausbleibende Gesundheitseffekt, die Begünstigung des Kaufs illegaler Feuerwerkskörper sowie die an strenge Regelungen geknüpfte Lagerung der Produkte.

Nikolas Höingers Einschätzung zum Thema Discounter-Feuerwerksverkauf:

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