Night of Sounds: 160 Akteure begeistern 1.000 Zuhörer in Elspe
Klassik trifft auf Pop, Tradition auf Moderne
- Lennestadt, 30.04.2023
- Kultur
- Von Catriona Rath
Elspe. Ein fulminanter Abend wurde den 1.000 Zuschauern am Samstag, 29. April, in der ausverkauften Showhalle auf dem Gelände des Elspe-Festivals geboten. Von Klassik bis Pop gaben Symphonie-Orchester und Sänger Stücke zum Besten. Auf der Bühne standen insgesamt rund 160 Musiker und Sänger, die das Publikum in ihren Bann zogen und absolut begeisterten.

Seit 2011 findet die „Nigth of Sounds“ einmal im Jahr statt. Zu den Veranstaltern zählen der Frauenchor Aviva, der Junge Chor Eslohe, der Männerchor Gaudium und die junge Philharmonie Lennestadt unter der musikalischen Leitung von Michael Nathen.
Unterschiedlichste musikalische Stilrichtungen werden bei der „Night of Sounds“ kombiniert und mit moderner Licht- und Tontechnik abgerundet. Dabei liegt die Gestaltung in den Händen von ehrenamtlich tätigen Akteuren in den Chören, dem Orchester, der Band, den Solisten, die alle aus dem heimischen Raum kommen oder heimisch dort geworden sind.
Eröffnet wurde der Abend von Michael Griese von der Volksbank Sauerland. Durch das Programm führte zum ersten Mal die WDR-Moderatorin Anne Willmes.
Gänsehaut-Garantie bot das Stück „Once upon a time“ aus dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Ennio Morricone. Danach eröffnete Anne Willmes den Abend mit den Worten: „Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Musik wird uns präsentiert von Menschen, die mit soviel Herzblut ihr Instrument spielen oder die singen. Wenn da kein Funke überspringt oder ein ganzes Feuerwerk, dann weiß ich es auch nicht.“

Im ersten Programmteil wurde außerdem das Lied „Proud Mary“ von J. C. Fogerty zusammen mit dem Orchester und Chor sowie den Mezzo-Sopran-Solistinen Nadine Flach und Anke Eberts präsentiert. Darüber hinaus fand das Stück „Nichts von alledem“ von Erich Virch, ebenfalls begleitet von Orchester und Chor und gesungen von Bariton Julian Büse, einen Platz.

Vor der Pause boten Orchester und Chor begleitet von Bariton Hendrik Schörmann noch das Medley aus den Liedern „Alles im Griff/Heute beginnt der Rest deines Lebens“ von Udo Jürgens dar.

Passend zur Location eröffnete der Song „Cowboy take me away“ von The Chicks den zweiten Teil des Programms. Begleitet wurde er nur von der Band und dem Geiger Heiner Bartsch, gesungen von Nadine Flach und Anke Eberts.
Madeleine Wulff und Hendrik Schörmann - sie studiert Musik und er ist Musiklehrer - bereiten alle Sänger mit Gesangsübungen vor der Show vor und stimmen sich ein. Welche Übungen das sind, zeigten sie auch dem Publikum – und animierten die Besucher zum Mitmachen.
Fragende Blicke, als plötzlich eine große Kiste auf die Bühne gefahren wurde. Angeblich eine Bestellung des musikalischen Leiters Michael Nathen. Die Kiste wurde geöffnet - und eine lebensechte Puppe, gespielt von Madeleine Wulff, wurde aus der Kiste gehoben. Nachdem Michael Nathen sie aufgezogen hatte, trug die Puppe das Lied „Les oiseaux dans la charmille/Doll Aria“ von Jacques Offenbach zusammen mit dem Orchester vor. Das Publikum war begeistert: Unglaublich, welche Stimmgewalt aus dieser zierlichen Person herausbrach.
Begeisterung löste auch Geigerin Esther Delport-Lamanna aus, als sie die Töne aus der Romanze “Die Hornisse„ vortrug. Eine weitere Überraschung folgte: Michael Nathan gab seinen Taktstock plötzlich an Heiner Bartsch ab und stimmte den Song „Tauben vergiften im Park“ von Georg Kreisler an.
Die „Monumental Music“, ein Medley aus bekannten Filmmelodien, rundete den fantastischen Abend ab. Erst nach zwei Zugaben, bei denen die Winnetou-Melodie natürlich zum Abschluss nicht fehlen durfte, durften die Akteure die Bühne verlassen. Begleitet von lautem, lang anhaltendem Beifall eines begeisterten Publikums.
