Neue Pläne für das Elisabeth-Hospiz: Mehr Platz für Gäste und Angehörige

Extra-Etage für Verwaltungstrakt


  • Lennestadt, 22.05.2021
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  • Von Kerstin Sauer
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Die Pläne des Architekten zeigen das U-förmige Gebäude in Gesamtansicht, die obere Etage gehört jetzt dem Hospizverein: Rechts ist das jetzige Hospiz zu sehen, links der Flügel, der ab Juni umgebaut  und saniert wird. Vor Kopf ist der aufgestockte Verwaltungsbereich. von Architekturbüro Andreas Eickelmann
Die Pläne des Architekten zeigen das U-förmige Gebäude in Gesamtansicht, die obere Etage gehört jetzt dem Hospizverein: Rechts ist das jetzige Hospiz zu sehen, links der Flügel, der ab Juni umgebaut  und saniert wird. Vor Kopf ist der aufgestockte Verwaltungsbereich. © Architekturbüro Andreas Eickelmann

Altenhundem. Neuigkeiten zur räumlichen Vergrößerung des St.-Elisabeth-Hospizes in Altenhundem: Die Kaufverträge für die geplante Erweiterung sind unterschrieben, im Juni kann mit den ersten Bauarbeiten begonnen werden – wenn auch anders, als ursprünglich geplant…


Blick zurück: Im November hatte der Hospizverein bekannt gegeben, dass er endlich eine Lösung gefunden habe, das St.-Elisabeth-Hospiz zu vergrößern. Mit dem Kauf und Umbau des linken Flügels sollte das Hospiz künftig die komplette U-förmige Etage einnehmen, ein Plus von rund 550 Quadratmetern.

Der Bauantrag wurde in dieser Form jedoch nicht genehmigt, aufgrund einer minimalen Veränderung der Außenwand muss erst der Bebauungsplan geändert werden. In Gesprächen mit Dr. Gereon Blum, dem neuen Geschäftsführer der Hospitalgesellschaft, wurden die Pläne daraufhin nochmal überdacht – und angepasst. „Ein sehr gutes, konstruktives Gespräch“, wie Martin Schäfer, Geschäftsführer des Hospizvereins betont.

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Martin Schäfer, Pastor Heinrich Schmidt und Monika Kramer (v.l.) im Außenbereich des linken Hospizflügels: Rechts ist das jetzige Hospiz zu sehen, die freie Fläche im Hintergrund wird überbaut, die Räume werden dadurch vergrößert.

Gemeinsam entschied man: Wenn der Bebauungsplan schon geändert werden muss, dann erstellen wir auch ein neues Gesamtkonzept – mit einer Aufstockung für den Verwaltungsbereich. „Das war schon immer mein Traum“, gibt Monika Kramer (Hospizleitung) zu.

Pflege- und Verwaltungsbereich getrennt

Die überarbeiteten Pläne sehen nun vor, dass die komplette Etage zum Pflegebereich des Hospizes wird. Das Infektionszimmer mit Schleuse wird vergrößert, im neuen Flügel werden Wände teilweise versetzt, um mehr Platz zu schaffen. Bisher hat das Hospiz sechs Gästezimmer, dann sollen neun plus zwei Angehörigenzimmer zur Verfügung stehen. „Die aber auch als Zimmer für unsere Gäste genutzt werden können“, erklärt Monika Kramer.

Vor Kopf entsteht eine Verwaltungs-Etage. von Architekturbüro Andreas Eickelmann
Vor Kopf entsteht eine Verwaltungs-Etage. © Architekturbüro Andreas Eickelmann

Pastor Heinrich Schmidt, Vorsitzender des Hospizvereins, weiß, dass sowohl die Vergrößerung als auch die Konzentration auf die Pflege in dieser Etage den Gästen zu Gute kommen werden: „Der jetzige Besucherraum auf dieser Etage ist recht klein. Je nachdem, wie groß die Besuchergruppen sind, ist es schon manchmal grenzwertig für unsere Gäste.“ Das soll sich nach dem Umbau ändern, wünscht er sich: „Hier konzentrieren sich die Mitarbeiter dann weiterhin darauf, unsere Gäste auf besondere Weise auf ihrer letzten Reise zu begleiten.“

Raum für Besucher und Seminar

Die Verwaltungsräume hingegen sollen in die aufgestockte Teil-Etage ziehen: Die Pläne sehen vor, dass der Bereich vor Kopf überbaut wird. Neben vier Büroräumen für die Mitarbeiter und auch den ambulanten Hospizdienst ist ein 65 Quadratmeter großer Aufenthaltsraum geplant. „Dort können Besucher empfangen werden, es können Seminare und Einkehrtage stattfinden“, erklärt Martin Schäfer. Zusätzlich sollen eine Teeküche und zwei große Balkone entstehen.

Mit der Erweiterung und der Aufstockung wächst das Hospiz von heute 490 auf dann 1200 Quadratmeter. „Die Aufstockung wird der größte Batzen“, sagt Martin Schäfer mit Blick auf die Finanzierung: Sollte die Vergrößerung anfangs rund 2 Millionen Euro kosten, so stehen jetzt Kosten von etwa 3 Millionen Euro im Raum. Eine Investition in die Zukunft, betont Schäfer angesichts langer Wartelisten für die St.-Elisabeth-Hospiz: Der Zuspruch werde immer größer und die Anfragen nähmen immer mehr zu.

 von Architekturbüro Andreas Eickelmann
© Architekturbüro Andreas Eickelmann

Hospizverein und -team wissen, dass die Pläne groß sind – „aber wir haben es gewagt“, sagt Pastor Heinrich Schmidt. Denn, so betont er dankbar: „Das Hospiz hat in die Herzen der Menschen hineingefunden. Sie unterstützen unser Hospiz großzügig.“

Im Juni wird mit den Bauarbeiten im Innern begonnen: Während die Renovierung der jetzigen Hospizräume erst einmal zurückgestellt wird, sollen im neuen linken Flügel Wände versetzt und Türen verbreitert werden. Erst, wenn die Stadt Lennestadt den Bebauungsplan geändert hat, kann mit der Aufstockung begonnen werden.

Martin Schäfer hofft, dass alle Bauarbeiten Ende des Jahres 2022 beendet sind. Und dann, so freut sich Pastor Heinrich Schmidt, haben noch mehr Gäste die Möglichkeiten, gemeinsam mit ihren Angehörigen „den letzten Weg behütet und begleitet zu gehen.“

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