Musikschule Lennestadt-Kirchhundem hat ein neues Zuhause
Räume in der Sekundarschule am Standort Meggen
- Lennestadt, 19.11.2021
- Verschiedenes
- Von Kerstin Sauer
Meggen. Peter Stolz, Leiter der Musikschule Lennestadt-Kirchhundem, und seine Stellvertreterin Christa Maria Jürgens sind zufrieden: „Der Umzug in die neuen Räume war für die Musikschule eindeutig eine Verbesserung“, sagten beide beim Pressegespräch am Freitag, 19. November, in den neuen Räumlichkeiten in der Sekundarschule Hundem-Lenne am Standort Meggen.

Groß sind die Räume, hell fällt das Licht durch die Fensterfronten. Notenständer drängen sich in der einen Ecke, ein Piano wartet in der anderen darauf, bespielt zu werden. Bunte Punkte schmücken die weißen Wände. „Das ist der Elementarraum für die Kleinsten“, erklärte Christa Maria Jürgens, die seit Anfang Oktober stellvertretende Leiterin der Musikschule ist.

Bis zu den Sommerferien war die Musikschule in der Agatha-Grundschule am Standort Altenhundem untergebracht. Im Altbau wurden hier einige Räume für Querflöten- und Gitarrenunterricht, für die musikalische Früherziehung, Gesangsunterricht und mehr genutzt. Mit den Plänen, die Altenhundemer Grundschule umzubauen, kam die Frage auf: Was passiert mit der Musikschule, wenn die OGS sich vor Ort weiter ausbreiten muss?
Mit der nun gefundenen Lösung sind alle Beteiligten glücklich. Allen voran Bürgermeister Tobias Puspas: „Hier können wir ein eigenes Gebäude der Stadt nutzen“, sagte er mit Blick auf den langen Flur im ersten Stock der ehemaligen Anne-Frank-Hauptschule, der durch eine Glastür von den Räumlichkeiten der Schule abgetrennt ist. „Eine schöne Ergänzung zum Schulzentrum auf dem Ohl“, ist Puspas überzeugt.
Hier wird nun alles unterrichtet, was zuvor in der Altenhundemer Grundschule beheimatet war. Fünf Räume stehen den 19 Lehrkräften für den Unterricht zur Verfügung: Neben dem Elementarraum sind das der Kammermusik-Saal (hier finden auch die Sänger und Streicher Platz, auch Konzerte könnten hier stattfinden), der Gitarren-, der Keyboard- sowie der Bläser- und Klarinetten-Raum. Musikschulleiter Peter Stolz und Christa Maria Jürgens haben außerdem jeweils ein eigenes Büro.

Doch nicht nur die Lehrkräfte sind angetan von ihrem neuen musikalischen Zuhause: Auch diejenigen der teilweise bis zu 700 Musikschülern, die jetzt in Meggen unterrichtet werden, und deren Eltern haben nur positive Rückmeldungen gegeben. Und auch Schüler und Lehrer der Sekundarschule freuen sich, dass die Musikschule jetzt unter dem gleichen Dach wohnt – erste Überlegungen, AGs für den Ganztag anzubieten, gibt es bereits.
Nur wenige bauliche Veränderungen waren nötig, um die Räume für die Musikschule herzurichten. „Vorher waren hier ein Computer-Raum und weitere Ausweich-Räumlichkeiten für die Sekundarschule untergebracht“, weiß Christa Maria Jürgens. Jetzt sind die Zimmer so hergerichtet, dass die Lehrkräfte der Musikschule optimal arbeiten können: Hohe Regale bieten Platz für die zahlreichen Instrumente und die Größe der Räume lässt auch das Musizieren mit großen Instrumenten zu.
„Alles wird jetzt noch so hergerichtet, dass wir von hier aus auch Online-Unterricht anbieten können“, erklärte Peter Stolz und verwies auf die Digitalisierung als neuen Trend in der Musikschul-Welt, der auch durch die Corona-Einschränkungen Fahrt aufgenommen hat. Neben der Möglichkeit, Online-Unterricht anzubieten, sollen hier irgendwann auch Video- und Audioaufnahmen entstehen können.
Präsenz in den neuen Räumen plus Online-Unterricht bei Bedarf – eine gute Mischung in einem neuen Zuhause.

