Mittelalter-Rock von „In Extremo“ lockt Besucher aus ganz Deutschland an
Abschluss der Indian-Summer-Konzertreihe
- Lennestadt, 27.09.2026
- Kultur
- Von Jonas Johannes
Elspe. Zum Abschluss des Indian Summer haben die Mittelalter-Rock-Giganten „In Extremo“ am Samstagabend, 26. September, auf der Bühne in Elspe den Zuschauern so richtig eingeheizt. Eröffnet wurde der Abend durch die Folk-Rock Band „Fiddlers Green“ aus Erlangen. Nicht nur die Indian Summer-Konzertreihe hat die sechsköpfige Berliner Band „In Extremo“ beendet, sondern auch ihre „Carpe Noctem Burgentour 2026“.

„In Extremo“ blicken inzwischen auf eine mehr als drei Jahrzehnte umfassende Bandgeschichte zurück. In dieser Zeit entwickelte sich aus der ungewöhnlichen Mischung aus mittelalterlicher Musik und Rock ein unverwechselbarer eigener Stil. Die Band gehört damit zu den prägenden Namen der deutschen Mittelalter-Rock-Szene. Ihre Musik verbindet historische Klangfarben mit modernen Rock -und Metaleinflüssen und einer enormen Live-Energie.

Gerade diese Mischung macht „In Extremo“ für unterschiedliche Generationen interessant. Während langjährige Fans mit den großen Klassikern der Band verbunden sind, entdecken jüngere Konzertbesucher die Musik häufig über die spektakulären Live-Auftritte.
Aus allen Teilen Deutschlands reisten Mittelalterrocker-Fans nach Elspe, um das Spektakel live mitzuerleben. Vor Ort herrschte von Beginn an eine ausgelassene und mitreißende Stimmung. „Die Verrückten sind in der Stadt“ – eine Zeile aus dem Song „Weckt die Toten“, die an diesem Abend auf ganz besondere und durchweg positive Weise zutraf.

Mit einem lauten Knall eröffneten die Berliner den Abend und stiegen mit „Ólafur“ und „Spielmannsfluch“ direkt kraftvoll in die Setlist ein. Bei „Sternhagelvoll“ wurde ausgelassen mitgeschunkelt, während die Zuschauer bei „Frei zu sein“ ihren Frust lautstark herausschreien konnten. Auch ein Stück Musikgeschichte durfte nicht fehlen: Mit „Ai Vis Lo Lop“ präsentierte „In Extremo“ ihr erstes veröffentlichtes Lied.
Die Setlist bot eine Mischung aus alten Klassikern und neueren Stücken. Neben „Wolkenschieber“ und „Troja“ erklangen unter anderem „Werd ich am Galgen hochgezogen“ und „Störtebeker“. Zum großen Finale griffen die Berliner tief in ihre musikalische Schatzkiste: Mit „Pikse Palve“ verabschiedeten sie sich von ihrem Publikum. Der Titel basiert auf einem estnischen Fruchtbarkeitsgebet und bildete den stimmungsvollen Abschluss des Abends.





Auch aus Sicht des Veranstalters war der diesjährige Indian Summer ein voller Erfolg. Mit vier hochkarätigen Veranstaltungen und einem abwechslungsreichen Programm konnte ein breites Publikum begeistert werden. Die Vorbereitungen für den Indian Summer 2027 laufen schon auf Hochtouren. Erste Programmpunkte stehen bereits fest.
