Live im KulturBahnhof: „Bongens“ stellen viertes Album vor
- Lennestadt, 02.03.2023
- Kultur
Grevenbrück. In der Reihe „Live im KulturBahnhof“ stellen am Samstag, 11. März, „Bongens“ ihr neues Album „Blank“ vor.

Die Band aus Lennestadt, Attendorn und Köln macht deutschsprachige Musik irgendwo zwischen Singer-Songwriter-Pop und Indie-Rock. Normalerweise ist die Gruppe um die Brüder Mario Bongen (Gesang, Gitarre, Tasten) und Oliver Bongen (Gitarre) zu viert in der klassischen Band-Formation unterwegs – mit Theo Weber am Schlagzeug und Jens Grebe am Bass.

Neuerdings treten sie auch immer öfter als Unplugged-Duo auf. Letzterem trägt das neue Album Rechnung. So ist die Instrumentierung über weite Strecken auf Akustik-Gitarre und Klavier reduziert.
„Damals überm Steinbruch“ etwa besteht ausschließlich aus Stimme und Klavier. Dass die Songs teilweise „unfertig“ daherkommen, war durchaus gewollt. Skizzenhaft sollten sie wirken. Grob. Nackt. „Blank“ eben.

Nach dem vielschichtig arrangierten Vorgänger-Album „Fragebuch“ war die Frage diesmal: Was können wir alles weglassen? Ein Minimalismus, der den Kern der Musik offenlegt: schnörkelloses, erdiges, zuweilen ruppiges Storytelling. Die Geschichten erzählen vom Scheitern am Alltag. Vom Überleben in der Konsumgesellschaft. Von Erneuerung und vom Vergessen. Und von den guten Seiten der Apokalypse.

Alle Stücke vereint der subtile Blick in menschliche Abgründe, um dann doch immer noch irgendwo einen Funken Hoffnung zu entdecken. Etwa in Zeilen wie dieser: „Auf dem Friedhof der Gelegenheiten brennt noch ein Licht“. Oder: „Der Himmel ist ein Fleck im Brustkorb irgendwo“.

Bevor „Bongens“ diese Songs aus ihrem mittlerweile viertem Album präsentieren, dürfen sich die Zuhörer auf den Kölner Singer/Songwriter Nik Nova freuen. Mit seinem neuen Soloprojekt besinnt sich Nik Nova auf seine musikalischen Wurzeln und veröffentlicht mit „At The Crossroads“ nun sein erstes Soloalbum.
Zehn Songs sind darauf enthalten, deren Singer/Songwriter-Fundamente Einflüsse aus Blues, Rock, Grunge und Folk transportieren und unterschiedliche emotionale Stadien thematisieren, getragen von Niks wandelbarem und vereinnahmendem Gesang.
„Live im KulturBahnhof“ startet mit dem Einlass ab 19 Uhr.
