Lessing-Realschule: Lennestadt will weiter für Dreizügigkeit kämpfen
SPD und Grüne stimmen gegen CDU-Antrag
- Lennestadt, 15.12.2016
- Von Sven Prillwitz
Sven Prillwitz
Redaktion
Lennestadt. Verwaltung und Stadtrat sollen sich weiter für die Wiedereinführung der Dreizügigkeit an der Lessing-Realschule Grevenbrück einsetzen. Einem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion hat eine Mehrheit der Stadtverordneten am Mittwoch zugestimmt. SPD und Grüne stimmten aus unterschiedlichen Gründen jeweils geschlossen gegen den Antrag.

Der Stand der Dinge sei seitdem unverändert, sagte Heinz Vollmer und warf der CDU aus diesem Grund vor, einen „Schaufenster-Antrag“ gestellt zu haben. „Wir müssen jetzt abwarten, was da kommt und was sich in den anderen Kommunen tut. Dann können wir wieder tätig werden im Sinne der Eltern“, sagte Vollmer. Da derzeit keine neuen Fakten geschaffen werden könnten, stimme die SPD-Fraktion gegen den CDU-Antrag.

Die Rückkehr zu diesem Modell würde der Sekundarschule Hundem-Lenne jedenfalls nicht schaden. Das zeige ein Blick auf die gut ausgelasteten Klassen an den Standorten Meggen und Kirchhundem, hatte CDU-Fraktionschef Gregor Schnütgen zuvor erklärt. Und gleichzeitig scharf gegen die Gemeinde Finnentrop und die dortige Gesamtschule geschossen, denen er eine „Fehlentwicklung“ zuschrieb.
Die Grünen dagegen hielten an ihrer Überzeugung fest, dass es ein Fehler gewesen sei, die Realschule entgegen des einstigen fraktionenübergreifenden Kompromisses zu erhalten. „Es ging damals darum, das dreigliedrige Schulsystem zu durchbrechen. Es war die eigentlich beste Lösung, die Realschule auslaufen zu lassen und uns auf die Sekundarschule auszurichten“, sagte Christa Orth-Sauer. Die Entscheidung der Bezirksregierung, an der Zweizügigkeit in Grevenbrück festzuhalten, sei folgerichtig. Aus diesem Grund stimmten die Grünen ebenfalls gegen den CDU-Antrag.
