Leserbrief zum Meggener Bahnhof: Kein Mitspracherecht für die Bevölkerung?


 von Symbol Grafik: Sophia Poggel
© Symbol Grafik: Sophia Poggel

Meggen. Zur (Neu-) Bebauung des Bahnhofsgeländes in Meggen hat die LokalPlus-Redaktion folgender Leserbrief erreicht:


„Wir sind irritiert!!  Nach wohlmeinenden Beteiligungen der Meggener Bürgerinnen und Bürger zu Fragen der Ortsentwicklung nun dies.

Der Neugestaltung des Bahnhofsgeländes kommt im Hinblick auf das zukünftige Ortsbild eine zentrale Bedeutung zu. Dass ausgerechnet bei dieser wichtigen Frage der Meggener Bevölkerung kein Mitspracherecht eingeräumt wird, ist verwunderlich und nicht zu akzeptieren.
Stimmungsbild wäre wichtig gewesen
Es wäre kein Problem gewesen, die konkurrierenden Planungen im Vorfeld zu veröffentlichen und ein Stimmungsbild einzuholen. Stattdessen wird in nicht-öffentlicher Sitzung, und wie es scheint, in Windeseile eine Entscheidung getroffen ohne den Meggener Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit zu geben, sich im Vorfeld angemessen zu beteiligen.

Was versäumt worden ist, kann aber nachgeholt werden! In Coronazeiten ist dies unter Nutzung des Internets und detaillierteren Darstellungen der Projekte in der örtlichen Presse möglich.
Spärliche Informationen
Die bisherigen spärlichen Informationen besagen, dass die Planungen des Schweizer Investors 12 Wohnungen und eine nicht unerhebliche Gewerbefläche umfassen. Unabhängig von der architektonischen Gestaltung muss man befürchten, dass die schiere Größe den Platz „erschlagen“ und sich das Gebäude nicht ins Ortsbild einfügen wird.

Gewerbeflächen in Meggen? Gibt es hier Interessenten? Wohl kaum, zumal wir schon einige Leerstände in ganz Lennestadt „bewundern“ dürfen.
Geld in der Region lassen
„Heimat shoppen“ und andere Initiativen werben zu Recht dafür, unser wohl verdientes Geld in der Region zu investieren. Da finden sich nun Meggener, die im Ort investieren wollen. Bürger, die sich in Vereinen und Initiativen für Meggen engagieren, Gewerbesteuern zahlen etc.  

Natürlich müssen auch sie sich einem Wettbewerb um die für den Ort beste Idee stellen. Es deutet aber vieles darauf hin, dass die wohl geplante kleinere Lösung mit 6 Wohneinheiten, einem Glasanbau und einer Gewerbefläche, deren Nutzung garantiert wird (Friseursalon), sich eher anpassen und das Ortsbild eher verschönern könnte.

Hier noch einmal die Forderung, Planungsunterlagen und Entwürfe öffentlich zu machen, um sich ein wirkliches Bild machen zu können und die gefällte Entscheidung zunächst auf Eis zu legen.“

Heinz-Willi (Zwilly) Lahme, Martina Lahme
Charly Stahl, Charlotte Stahl
Rolf Kluge, Bianka Zimmermann
Rüdiger Czech

Meggen

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