Kriegsdrama „Jeder stirbt für sich allein“ im PZ Meggen


Hellena Büttner und Peter Bause sind das Ehepaar Quangel im Theaterstück. von Jürgen Frahm
Hellena Büttner und Peter Bause sind das Ehepaar Quangel im Theaterstück. © Jürgen Frahm

Meggen. Das Theaterstück „Jeder stirbt für sich allein“ in einer Inszenierung des Alten Schauspielhauses Stuttgart ist am Mittwoch, 6. März, 20 Uhr, im PZ Meggen zu sehen. Inszeniert von Volkmar Kamm nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada, geht es im Stück um ein Ehepaar, das sich nach dem Tod seines Sohnes gegen das Regime auflehnt.


„Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet. Der Führer wird auch deine Söhne ermorden, er wird noch nicht aufhören, wenn er Trauer in jedes Haus auf der Welt gebracht hat.“ Mit diesem Text auf einer von über 200 Postkarten, die sie in Treppenhäusern und Hinterhöfen heimlich deponieren, rufen die einfachen Berliner Arbeiter-Eheleute Quangel im Theaterstück zum Widerstand auf. Gespielt wird das Ehepaar von Hellena Büttner und Peter Bause.
Dramatisierung in beklemmender Weise
Durch den Tod ihres einzigen Sohnes haben sie ihren Lebenssinn verloren und ihn durch die heimlich ausgelegten Botschaften, mit denen sie dem Regime den Krieg erklären, neu gefunden. Falladas Hinterhof-Panorama basiert auf dem realen Fall eines 1942 verhafteten und zum Tode verurteilten Ehepaares.

Dem erfahrenen Theatermann Volkmar Kamm gelingt es in seiner Inszenierung in beklemmender Weise, die emotional rührende Atmosphäre einzufangen und in Momentaufnahmen die Schicksale der Denunzianten, Opfer, Mitläufer, Spitzel und überzeugten Nazis aus Hans Falladas Roman zu bündeln.

Karten gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Kulturgemeinde Hundem-Lenne im Rathaus Altenhundem, unter Telefon (02723) 608403, per E-Mail an k.seidenstuecker@lennestadt.de oder am Veranstaltungstag an der Theaterkasse.
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