Knapp 14.000 Module entstehen auf früherem Bergbaugelände

Solarpark Hachen nimmt Form an


  • Lennestadt, 25.08.2026
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  • Von Nils Dinkel
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Die Arbeiten haben begonnen: Läuft alles nach Plan, geht der Solarpark Hachen noch in diesem Jahr in Betrieb. von Marita Sapp
Die Arbeiten haben begonnen: Läuft alles nach Plan, geht der Solarpark Hachen noch in diesem Jahr in Betrieb. © Marita Sapp

Hachen. Auf dem ehemaligen Sedimentationsbecken der Grube Meggen haben die Arbeiten für den Solarpark Hachen begonnen. Knapp 14.000 Solarmodule sollen dort künftig grünen Strom erzeugen und bis zu 18 Prozent des deutschen Strombedarfs der GEA Group abdecken. Die Inbetriebnahme ist noch für dieses Jahr vorgesehen.


Wo früher Rückstände aus dem Bergbau abgelagert wurden, soll schon bald in großem Stil Sonnenenergie gewonnen werden: Der Bau des Solarparks Hachen ist angelaufen. In den vergangenen Tagen wurde die Baustelle eingerichtet, inzwischen entstehen die ersten Unterkonstruktionen für die Solarmodule.

„Die Modultische werden, in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Untergrundes, in den Boden gerammt oder auf Betonfundamenten verankert“, erklärt Lukas Jungermann von der GEA Group auf Anfrage von LokalPlus.

Anschließend folgen schrittweise die Anlieferung und Montage der Solarmodule. Läuft alles nach Plan, soll die Anlage gegen Ende des Jahres in Betrieb gehen.

Strom für 2.000 bis 2.500 Haushalte

Mit dem Baustart stehen auch die endgültigen Dimensionen fest. Frühere Planungen gingen von rund 18.000 Modulen aus. Tatsächlich werden nun 13.986 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 8,74 Megawatt-Peak (MWp) installiert. Das ist in etwa der Strom für 2.000 bis 2.500 Haushalte.

Dass sich die Zahlen während der Planung verändert haben, sei bei einem solchen Projekt nicht ungewöhnlich. „Projekte dieser Größenordnung erfordern in der Regel mehrjährige Genehmigungszeiträume, in deren Verlauf sich auch die Technik parallel weiterentwickelt“, so Jungermann.

Die Zahl der Module sei daher erst mit der Baugenehmigung abschließend festgelegt worden. Für GEA ist der Solarpark ein wichtiger Baustein der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie. „Mit der Errichtung werden wir bis zu 18 Prozent des Strombedarfs der GEA in Deutschland abdecken können“, erklärt Jungermann.

Bergbau-Vergangenheit macht Standort besonders

Für Umsetzung und Betrieb arbeitet GEA mit der Süwag zusammen. Grundlage ist eine langfristige Stromliefervereinbarung, ein sogenanntes Power Purchase Agreement (PPA).

Ungewöhnlich ist vor allem der Standort: Errichtet wird der Solarpark auf einem ehemaligen und inzwischen rekultivierten Sedimentationsbecken der Grube Meggen. Bei der Planung mussten deshalb verschiedene Anforderungen berücksichtigt werden.

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Die Arbeiten haben begonnen: Läuft alles nach Plan, geht der Solarpark Hachen noch in diesem Jahr in Betrieb.

Es galt, „eine Anlage zu planen, die die verschiedenen Anforderungen unterschiedlicher Rechtsbereiche wie Bergrecht, Natur- und Artenschutz sowie Verkehrssicherheit und Nachsorge erfüllt“, erläutert Jungermann.

Eine wichtige Rolle spielt die Sachtleben Bergbau Verwaltungs-GmbH. Sie verwaltet das Grund- und Grubeneigentum und steuerte das Genehmigungsverfahren bis zur Rechtskraft des Bebauungsplans.

Schafe zwischen den Solarmodulen

Auch der Natur- und Artenschutz wurde in die Planung einbezogen. Der Solarpark sei gemeinsam mit einem ökologischen Fachgutachter konzipiert worden. Eine externe ökologische Kompensation sei deshalb nicht notwendig.

Die Abstände zwischen den Modultischen wurden bewusst großzügig geplant. In der Mitte der Fläche bleibt zudem ein eigener Bereich für den Artenschutz frei. Unter und zwischen den Modulen soll die Fläche extensiv gepflegt werden – laut Jungermann unter anderem durch Schafe.

„Der Baustellenverkehr wird sich hauptsächlich auf die Anlieferung der Module und auf wenige Lkw-Anlieferungen pro Tag beschränken, da die Module möglichst direkt auf der Konstruktion montiert werden sollen“, so Jungermann.

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