Jugend forscht: Vier Preise für das Gymnasium der Stadt Lennestadt

Zwölfjährige Erfolgsgeschichte


Die erfolgreichen Jungforscher des GymSL. von privat
Die erfolgreichen Jungforscher des GymSL. © privat

Lennestadt/Dortmund. An einem frühen Morgen wurden am Gymnasium der Stadt Lennestadt wieder die Kisten mit Mikroskopen, Labormaterial und wissenschaftlichen Plakaten vollgepackt: Ein Jahr lang hatten neun Jungforscher im GymSL-Schülerlabor an ihren Projekten gearbeitet. In aller Frühe machten sie sich zusammen mit ihren Projektbetreuern auf den Weg nach Dortmund, um beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ ihre Ergebnisse zu präsentieren.


Und die Reise sollte sich lohnen: Mit vier Preisen kehrte die Gruppe am frühen Abend glücklich wieder ins Sauerland zurück. Zuvor mussten die Jugendlichen mehrere Stunden lang verschiedene Jurygruppen aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Entwicklung von der Qualität ihrer Forschungsprojekte überzeugen.

Janina-Maria Schmidt, Ellen Heimes und Fabiola Bischopink (v.l.) präsentieren ihre Arbeit. von privat
Janina-Maria Schmidt, Ellen Heimes und Fabiola Bischopink (v.l.) präsentieren ihre Arbeit. © privat

Fabiola Bischopink, Ellen Heimes und Janina-Maria Schmidt hatten sich mit den Gefahren des Alkohols beschäftigt. Sie fanden heraus, dass auch Pflanzen nicht viel davon vertragen. Sie errangen mit ihrer Arbeit „Wie werden die Wachstumsstadien von Kresse durch Ethanol beeinflusst?“ den dritten Preis von insgesamt 19 vorgestellten Projekten im Fachbereich Biologie.

Sonderpreis

Lisa Emmerling beschäftigte sich mit der Optimierung der Lagerfähigkeit von Kartoffeln. Ihre Arbeit „Die Wirkung von Licht auf die zelluläre Struktur von keimenden Kartoffeln“ wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Besonders viel Aufmerksamkeit zog der Ausstellungsstand von Vivian Roland und Annika Kißler auf sich. Angesichts einer möglichen Kolonisierung des Mars' hatten sie sich mit dem Problem der Ernährung der Menschen dort beschäftigt. Sie stellten den Marsboden nach und untersuchten, ob darauf Pflanzen angebaut werden könnten.

Der Stand von Annika Kißler (l.) und Vivian Roland zog besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. von privat
Der Stand von Annika Kißler (l.) und Vivian Roland zog besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. © privat

Dazu setzten sie Saatgut verschiedenen extremen Bedingungen aus und untersuchten die Keimung und das Wachstum. Ihre Arbeit „Leben auf dem Mars? Analyse des Wachstums von Eruca sativa unter Extrembedingungen“ erhielt den Preis für interdisziplinäres Arbeiten.

Lars Friesen, Premtim Ademi und Robert Zeier hatten die Auswirkungen von Mikroplastik auf die Darmflora des Menschen untersucht, indem sie das Bakterienwachstum mit und ohne Mikroplastik verglichen. An diesem Thema wird noch weiter geforscht.

Auszeichnung für langjährige Arbeit

Zum Ende hin gab es noch einen Preis für das GymSL: „Für die langjährige Betreuung zahlreicher und anspruchsvoller Jugend forscht-Arbeiten“ erhielten die Projektbetreuer Dominik Corneli und Sebastian Heim den MINTSPACE-Schulpreis. Schon seit zwölf Jahren werden an der MINT-EC-Schule Schülerinnen und Schüler von einem Lehrerteam bei der Entwicklung und Ausarbeitung ihrer eigenen Forschungsprojekte unterstützt.

Die Fa. Hohenloher Schuleinrichtungen zeichnete nun das Engagement der Schule bei der Förderung von MINT-Talenten aus. Sie stiftete mit dem Preis weitere Gerätschaften und eine Plakette für das Schülerlabor, das den zukünftigen Forschern helfen soll.

Artikel teilen: