Informationen über Wege aus der Einsamkeit


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Meggen. Pervin Temiz von der Integrationsagentur der AWO Siegen und Hartmut Schweinsberg als Sprecher der Lennestädter Ehrenamtsbörse EiL hatten zu einem Ehrenamtscafé in die Meggener Begegnungsstätte der AWO eingeladen.


Der Siegener Quartiersmanager Klaus Kuhn referierte vor Freiwilligen und Interessierten über das Projekt Rosterberg in Siegen. Dabei ging es um die Kernfragen: Wie kann für alleinstehende Menschen der Alltag seniorengerecht angepasst werden? Was trägt zu einem selbstbestimmten Leben in heimischer Umgebung bei?

Der Referent unterschied dabei die Vereinsamung und die soziale Isolation. Er führte aus, dass Einsamkeit eine negative subjektive Erfahrung ist, die mit gesellschaftlichen Trends, z.B. Mobilität, Anonymisierung oder mit individuellen Gründen, z.B. Tod eines Partners, Krankheit zu tun hat.
Folgen der Einsamkeit
Die Folgen der Einsamkeit sind beispielsweise Depressionen, Zunahme sozialer Ängste, wenig Aktivität, schlechte Schlafqualität und stärkere Abbauprozesse im Alter. Als Maßnahmen wird empfohlen, eine Infrastruktur für Begegnungen zu schaffen, niederschwellige Freizeitangebote anzubieten oder auch die Nachbarschaftsvernetzung zu intensivieren.

In der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Aspekte deutlich. Einsamkeit lässt sich mit einer Gefängniszelle vergleichen, „die sich nur von innen öffnen lässt!“

Um Menschen aus dieser Situation zu befreien, sind daher persönliche Gespräche und engmaschige Strukturen von Angeboten notwendig. Die Teilnehmer der Runde zeigten auf, dass Gemeinschaftsveranstaltungen manchmal nicht zustande kommen, weil Mobilität oder Barrierefreiheit nicht gegeben sind.

Abschließend wurde angeregt, sich mit Ansprechpartnern aus den verschiedenen Orten Lennestadts am Runden Tisch über diese Thematik auszutauschen und durch bessere Rahmenbedingungen Projekte anzustoßen.
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