In Gedenken an bedeutende Person: Erinnerungstafel für Schwester Gertraud
Einweihung in St.-Jodokus-Kirche Saalhausen
- Lennestadt, 14.04.2026
- Glaube & Religion
Saalhausen. In der katholischen Kirche St.-Jodokus in Saalhausen ist im Rahmen der heiligen Messe eine Erinnerungstafel für Schwester Gertraud Hennes eingeweiht worden – im Zeichen des Gedenkens an eine bedeutende Persönlichkeit der örtlichen Kirchengemeinde.

Pfarrer Markus Leber segnete die Gedenktafel gemeinsam mit den Vikaren Jai und Jino. Zahlreiche Gläubige nahmen an der Messe teil und begleiteten die Zeremonie mit großer Anteilnahme.

Vor der Segnung skizzierte Pfarrer Leber die Lebensstationen der Ordensfrau. Geboren wurde sie am 5. April 1880 in Saalhausen und bei der Taufe erhielt sie den Namen Helena Hennes. Später trat sie in die Gemeinschaft der Steyler Missionsschwestern ein und nahm den Ordensnamen Schwester Gertraud an.

Als Missionarin lebte und wirkte sie über mehrere Jahrzehnte in Papua-Neuguinea. Dort widmete sie ihr Leben dem Dienst an den Menschen in der ihr anvertrauten Gemeinschaft und blieb ihnen auch in schwierigen Zeiten treu verbunden.
Während der Wirren des Zweiten Weltkriegs blieb sie bewusst bei den ihr anvertrauten Menschen. Bei der Invasion der japanischen Truppen wurde sie am 17. Februar 1944 bei Wewak in Papua-Neuguinea getötet. Die Kirche würdigt sie als Märtyrerin, die in Treue zu ihrem Glauben und ihrer Berufung bis zuletzt standhaft blieb.

Die neu angebrachte Gedenktafel fasst ihr Lebenszeugnis in bewegenden Worten zusammen: „Ihr Leben war Hingabe, ihr Sterben Zeugnis der Treue für Christus und den katholischen Glauben.“
Mit der Einweihung bleibt Schwester Gertraud Hennes – geboren als Helena Hennes in Saalhausen – dauerhaft im Gedächtnis ihrer Heimatgemeinde verankert.
