Immer mehr Beschwerden: „Tretminen“ im Wohngebiet sorgen für maßlosen Ärger

Kickenbacher Nachbarschaft: „Es ist einfach widerlich“


  • Lennestadt, 19.04.2021
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  • Von Kerstin Sauer
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Einfach widerlich: Seit einigen Wochen verteilen sich regelmäßig Tretminen in der Kickenbachstraße.  von privat
Einfach widerlich: Seit einigen Wochen verteilen sich regelmäßig Tretminen in der Kickenbachstraße.  © privat

Kickenbach. Es ist ein Problem, das viele Anwohner in der Lennestadt beschäftigt – und maßlos ärgert: Hundehaufen, die sich in riesigen Mengen in Gärten, auf Bürgersteigen und neben Parkplätzen aneinander reihen. Nachdem sich bereits Lennestädter über die fiesen Zustände im Wigey und im Wohngebiet Rosbecke/Zur Lennhelle (beides Altenhundem) bei LokalPlus beschwert haben, reicht es jetzt auch den Anwohnern der Kickenbachstraße in Kickenbach.


„Es ist einfach widerlich“, schreibt eine junge Mutter und beschreibt die Zustände in der Kickenbachstraße: „Vor allem in den vergangenen drei, vier Wochen ist es wiederholt vorgekommen, dass in der gesamten Straße, in Vorgärten, auf Bürgersteigen, neben Autoparkplätzen entlang der Straße große Hundehaufen liegen. Da räumt jemand die Hinterlassenschaften seines Hundes einfach nicht weg und kümmert sich nicht darum“, schimpft sie. Von Altenhundem aus kommend, beschreibt eine weitere Nachbarin, sei größtenteils die linke Anwohnerseite betroffen, außerdem die Hecke entlang des Dorfgartens.

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Die gesamte Nachbarschaft – übrigens zum Teil selbst Hundebesitzer – ärgert sich maßlos: „Hier wohnen viele Kinder, spielen, fahren Roller oder Fahrrad“ – immer in Gefahr, auf eine der großen Tretminen zu stoßen.

Dem Ordnungsamt, mit dem die Bewohner der Kickenbachstraße in Kontakt stehen, sind laut der LP-Leserin die Hände gebunden: Solange der Hundebesitzer nicht identifiziert ist, können sie die Mitarbeiter nichts machen. Aber, so betont Bereichsleiter Ingo Wirth: „Sobald wir wissen, wer der Hundehalter ist, wird sofort ein Bußgeld im dreistelligen Bereich verhängt.“

Rücksichtnahme ist das A und O

Der Ärger über Hundehaufen in Wohngebieten ist dem Ordnungsamt aus einigen Orten bekannt – und nachvollziehbar. „Die Hundebesitzer müssen einfach verstehen, dass das eine Sauerei ist“, appellieren die Mitarbeiter an deren Vernunft. Rücksichtnahme für ein gesellschaftliches Miteinander ist hier das Zauberwort.

„Wir sind keine Hundehasser, im Gegenteil“, erklären die Anwohner der Kickenbachstraße. Aber angesichts etlicher, ekeliger Tretminen in ihrem Wohngebiet betonen sie: „Wir haben die Nase jetzt endgültig voll.“

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