Ideen-Büro in Lennestadt: Neue Nutzungen in den Ortskernen

Vorschläge der Bürger sind gefragt


Leerstände vermeiden, Gebäude nutzen: Wie das in Lennestadts zentralen Orten - auf dem Foto eine Luftaufnahme von Altenhundem - aussehen könnte, dazu können Bürger im Ideen-Büro ihre Vorschläge einbringen. von Nils Dinkel
Leerstände vermeiden, Gebäude nutzen: Wie das in Lennestadts zentralen Orten - auf dem Foto eine Luftaufnahme von Altenhundem - aussehen könnte, dazu können Bürger im Ideen-Büro ihre Vorschläge einbringen. © Nils Dinkel

Lennestadt. Ein Ideen-Büro öffnet bald im Ortskern von Altenhundem: Von Dienstag bis Donnerstag, 6. bis 8. September, findet eine Bürgerbeteiligung zur Stärkung der Ortskerne von Elspe, Grevenbrück, Meggen und Altenhundem statt.


Architektin Sabine Hengstebeck aus dem Bereich Stadtplanung: „Bei einer sicher verändernden Einzelhandelsstruktur setzten wir auf die Mitwirkung und die Insider-Kenntnisse unserer Bürger. Nur so können wir herausfinden, welche Nutzungen funktionieren und welche Konzepte vor Ort greifen werden. Hierzu hat die Stadt Lennestadt einen Prozess zur Zentrenstärkung mit Fördermitteln des Landes initiiert.“

Jeder kann Ideen abgeben

Im Leerstand der ehemaligen Rossmann-Filiale in der Helmut-Kumpf-Straße in Altenhundem, sollen an drei Tagen neue Ideen entwickelt werden. Jeder kann tagsüber im Ideenbüro vorbeischauen. Abends wird in einer interaktiven Bürgerversammlung gemeinsam diskutiert.

Zusätzlich macht sich das Planungsteam mit den Ankerorten Elspe, Grevenbrück und Meggen vertraut. Mit einem mobilen Ideenbüro werden die Orte besucht. Anwohner können zeigen, war vor Ort gut klappt und wo es hakt. Die Treffpunkte sind:

  • Dienstag, 6. September, 12 Uhr: ehem. Rossmann-Filiale in Altenhundem
  • Dienstag, 6. September, 15 Uhr: KulturBahnhof Grevenbrück
  • Mittwoch, 7. September, 12 Uhr: Marktplatz unterhalb der Kirche in Elspe
  • Mittwoch, 7. September, 15 Uhr: Platz am Ehrenmal (ehemaliger Bahnhofsplatz) in Meggen
Ideen-Boxen nutzen

Sabine Hengstebeck: „Zudem gibt an vielen Standorten in unseren Dörfern, die Möglichkeit, die analogen Ideenboxen zu nutzen. All´ dies ist bereits jetzt möglich.“

Ansprechpartnerin: Sabine Hengstebeck, Stadt Lennestadt, 02723/608-610, ideenwerkstatt@lennestadt.de

Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Planungsteam vom Büro nonconform

Aus dem Planungsauftrag: „Schon vor der Corona-Pandemie waren die Ladengeschäfte in Kleinstädten durch den vermehrten Online-Handel bedroht. Alteingesessene Geschäfte finden oftmals keine Nachfolge und große Handelsketten kalkulieren immer schärfer, ob sich Standorte im ländlichen Raum noch lohnen. Es scheint ein Teufelskreis zu sein, denn mit jedem leerfallenden Geschäftslokal nimmt die Anziehungskraft der Ortskerne ab und weitere Geschäfte geraten in Bedrängnis.

Doch viele praktische Beispiele aus anderen Orten zeigen, wie man aus diesem Kreisel ausbrechen kann. Innovative Konzepte für Umnutzungen, die neue Nutzungen in die Innenstädte bringen generieren nicht nur Mieteinnahmen, sondern sorgen auch wieder für mehr Frequenz für die bestehenden Geschäfte.“

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