Hospizkonzert in Altenhundem: Großes Platzkonzert auf dem Marktplatz

Kostenlos und draußen / Traditionelle Märsche und Polkas


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Dort wo jetzt Stefan Göckeler, Andreas Cordes und Martin Schäfer (von links) stehen, sollen schon bald zwei Militärmusikkorps spielen. von Nils Dinkel
Dort wo jetzt Stefan Göckeler, Andreas Cordes und Martin Schäfer (von links) stehen, sollen schon bald zwei Militärmusikkorps spielen. © Nils Dinkel

Altenhundem. Das Orchester der Burgwache und Polizei Prag aus Tschechien gestaltet zusammen mit dem Heeresmusikkorps Veitshöchheim das diesjährige Hospizkonzert, das am Samstag, 14. Oktober, in der Sauerlandhalle in Altenhundem stattfindet. Bereits am Mittag kommen Interessierte in den Genuss der professionellen Militärmusiker. Kostenlos und draußen. In Kooperation mit dem Aktionsring auf dem Marktplatz in Altenhundem.


Martin Schäfer, Geschäftsführer des Hospizvereins, freut sich, dass das Konzert doch noch stattfindet. Das traditionelle Platzkonzert, welches bis dato immer auf dem Rathausvorplatz ausgerichtet wurde, stand vor dem Aus. „Eigentlich hatten wir das schon abgehakt, weil das Konzert erstmals und künftig immer samstags stattfindet. Da hat das Rathaus geschlossen“, sagt Schäfer. Dann sei ihm die Idee gekommen auf den Aktionsring zuzugehen. Ein powervolles Programm, von typischen Märschen bis hin zu Polkas, soll den Besuchern doch noch geboten werden.

Für Stefan Göckeler und Andreas Cordes aus dem Vorstand des Aktionsrings Altenhundem war das eine willkommene Angelegenheit: „Die Arbeit mit den Vereinen ist ein bisschen eingeschlafen. Nach 27 Jahren findet das nun wieder Gehör. Die wichtigen Dinge in einem Ort sollen reinkarniert werden“, sagt Cordes.
"Ort wird belebt"
Man könnte Eigendynamik gebrauchen. Das Beispiel Heimatshoppen habe gezeigt, dass es ohne eine vernünftige Zusammenarbeit nicht gehe. „Ich gebe zu: Das ist nicht ganz uneigennützig. Gerade samstags ist Altenhundem voller Besucher. Durch das Konzert wird der Ort zusätzlich belebt“, sagt der Café-Betreiber. Zwei Kapellen dieses Kalibers, das findet Cordes sehr sympathisch. Es sei eine willkommene Angelegenheit für den Aktionsring.

Auch an die ältere Generation denken die Organisatoren. Für Senioren soll eine Lounge mit Decken eingerichtet werden. „Wir erwarten nicht, dass sie die ganze Zeit stehen müssen“, sagt Cordes. Das einstündige Platzkonzert beginnt um 12 Uhr. Für 11 Uhr ist eine Verlosung geplant. Auch eine Vorverkaufsstelle für die Veranstaltung in den Abendstunden wird für spontane Besucher am Marktplatz eingerichtet.

„Der Marktplatz hat eine ganz andere Funktion als der Rathausvorplatz. Ich habe mir schon immer gewünscht, dass das Konzert hier stattfindet“, sagt Schäfer. Es sei der größte Platz und das mitten im Ort. Die Kulisse, der Hintergrund mit Blick auf die Kirche, gefalle ihm sehr.
"Altenhundemer Original" moderiert
Zudem soll die Veranstaltung moderiert werden. Wolfgang Eberts, ein „Altenhundemer Original“, soll das übernehmen. „Ein angemessenes Konzert braucht einen angemessenen Rahmen“, so Cordes. Er ist guter Dinge, dass sich die Veranstaltung etabliert. Das Wetter sei ein Risiko, welches der Aktionsring eingehen müsse. Außerdem biete der Marktplatz ja auch Unterstellmöglichkeiten.

„Nach und nach wird der Herbst mit Veranstaltungen gefüllt“, freut sich Cordes. Sechs Tage vorher sei Herbstmarkt in Altenhundem. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass vieles dem guten Zweck diene. „Das Hospiz muss unterstützt werden.“ Das St.-Elisabeth-Hospiz, das in den vergangenen 27 Jahren mehr als 1400 Familien begleitet hat, arbeitet in diesem Jahr erstmals mit dem Aktionsring Altenhundem zusammen. „Vereinswesen ist ein hohes Relikt. Gleichzeitig wird Kultur gefördert“, sagt Cordes.
Schäfer rät zu zügigem Ticketkauf
Bereits jetzt sind etwa ein Drittel der Tickets für das abendliche Hospizkonzert vergriffen. Im Vorverkauf sind diese für 18 Euro, an der Abendkasse für 22 Euro erhältlich. „Wir sind in den vergangenen Jahren nie richtig ausverkauft gewesen. Trotzdem rate ich allen, die das Konzert in der Sauerlandhalle nicht verpassen möchten, frühzeitig Tickets zu kaufen“, sagt Schäfer. Die Preise seien in diesem Jahr um zwei Euro gestiegen. Schäfer begründete dies mit stetig steigenden Kosten. Vor allem für die Technik und die Betriebskosten der Halle.

Lennestadt sei in der Militärmusikszene europaweit bekannt. Bereits jetzt gebe es eine Anfrage für das kommende Jahr. „Die Italiener haben schon angefragt. Dann brauchen wir eine sehr große Bühne“, sagt Schäfer, der intensive Gespräche bestätigt.

Der Dirigent sei schon überzeugt, aber der Staat müsse letztlich das Okay geben. In der Sauerlandhalle herrsche ein tolles Feeling. Die Musiker hätten hinter der Bühne eine Rückzugsfläche. Schäfer lobte auch die Zusammenarbeit mit dem Schützenverein Altenhundem. Der Aktionsring und der Hospizverein hoffen, dass mit dem Platzkonzert auf dem Marktplatz eine fortwährende Veranstaltung geschaffen wird.
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