Hospiz-Team dankt Handwerkern: „Das Miteinander war großartig“
Renovierung ist abgeschlossen
- Lennestadt, 25.02.2024
- Verschiedenes
- Von Kerstin Sauer
Altenhundem. Sechs Monate lang wurde der „alte“ Trakt des St.-Elisabeth-Hospizes renoviert. Hier gaben sich Tag für Tag zahlreiche Handwerker die Klinke in die Hand, rissen ab, bauten auf, machten schön. Auch wenn es „laut und schmutzig“ war, wie Gabi Hohmann, kommissarische Hospizleiterin, lachend sagt, so betont sie: „Das Miteinander zwischen Hospiz-Team und Handwerkern war großartig.“

Nachdem im März 2023 die Erweiterung des Hospizes baulich fertig gestellt war, wandten Trägerverein und Mitarbeiter sich im September dem bestehenden Flur zu. 14 Jahre lang hatte das Hospiz hier, im linken Flur der U-förmigen Etage, Menschen in den letzten Wochen ihres Lebens betreut.

Jahre, in denen der Zahn der Zeit am Zustand der Räume genagt hatte, wie Gabi Hohmann weiß: „Nach dieser Zeit war eine Renovierung dringend notwendig. Das haben wir dann genutzt, um auch diesen Flur optisch an die neue Erweiterung anzupassen.“ Denn, so fügt Martin Schäfer, Geschäftsführer des Hospizvereins, hinzu: „Wir möchten nicht Unterkünfte der ersten und zweiten Klasse anbieten. Alles sollte aus einem Guss sein.“
Das Ziel war klar, der Weg dorthin kein einfacher: Mehrere Wochen lang wurde erstmal herausgerissen. Das Stäbchenparkett im Flur und in den Gästezimmern wurde entfernt, Bäder wurden entkernt, Wände eingerissen.
So sah es im Hospiz während der Renovierungsarbeiten aus:
Was übernommen werden konnte, wurde behalten. Doch sowohl die Elektrik als auch die Brandmelde- und die Klimaanlage mussten komplett erneuert werden. Und so schallte hier, wo sonst eher friedliche Stille herrscht, wochenlang lauter Baustellenlärm durch die Flure.

„Eine heftige Zeit“, erinnert sich Gabi Hohmann, fügt aber sofort hinzu: „Die Handwerker waren unglaublich hilfsbereit und rücksichtsvoll. Die Gäste, die in unserem neuen Trakt leben, haben von der Baustelle nichts mitbekommen. Und auch die Bewohner und Mitarbeiter des Josefinums haben den Baulärm, den Schmutz und die Einschränkungen in der Nutzung des Außenbereichs klaglos hingenommen.“

Überhaupt, so fährt die kommissarische Leiterin fort, sei das Zusammenspiel zwischen ihrem Team und den Arbeitern vor Ort reibungslos verlaufen. „Wir hatten ein tolles Verhältnis zueinander, alles hat super geklappt.“

Jetzt, sechs Monate später, sind die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Modern, hell und freundlich erstrahlt der „alte“ Trakt in neuem Glanz. Vinyl in heller Holzoptik auf den Böden, frisch verputzte oder tapezierte Wände, neue Möbel und eine neue Beleuchtung lassen alles größer und offener wirken. Die Bäder wurden saniert, während die Armaturen und die Heizung übernommen wurden.
Am meisten freut sich Gabi Hohmann, dass alle Gästezimmer nun Außenjalousien und einen Balkon erhalten haben. Und auch an die Mitarbeiter wurde gedacht: Der Dienstbereich, der vorher in der zentralen Küche untergebracht war, liegt nun separat und mit viel Platz am Fußende des Flurs.
Apropos Küche: Auch die wurde komplett umgebaut und bietet der neuen Hauswirtschafterin nun viel Raum, um die Gäste nach ihren Wünschen und Möglichkeiten zu verwöhnen.
850.000 Euro sind in die Renovierung geflossen. Derzeit laufen noch die Vorarbeiten, um auch den lang ersehnten Aufzug anschließen zu können. Danach ist erst einmal Pause, wie Martin Schäfer sagt: „Die Aufstockung ist bis auf weiteres verschoben. Jetzt müssen wir erstmal Bilanz ziehen.“
Nach den erfolgreichen Tagen der offenen Tür am 17. und 18. Februar mit mehr als 350 Besuchern werden die fünf neuen Räume in den kommenden Monaten nun nach und nach belegt. Eins ist sicher: Das neue, freundliche Ambiente wird den künftigen Gästen ein warmes Willkommen bereiten. Vor allem auch dank der Handwerker, die hier monatelang aktiv waren. Gabi Hohmann: „Es ist ein gutes Gefühl zu sehen, dass alle hinter uns stehen und uns tragen.“
