Historische Treppenanlage in Elspe soll saniert werden
Kosten von 450.000 Euro stehen im Raum
- Lennestadt, 01.03.2023
- Politik
- Von Kerstin Sauer
Lennestadt/Elspe. „Endlich ist die Vorlage da, endlich sind die Zahlen da.“ Sichtlich erfreut reagierte der Elsper Maximilian Ellinger (SPD) am Dienstagabend, 28. Februar, im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtentwicklung und Bauen, als die Sanierung der historischen Treppenanlage in der Kaiser-Otto-Straße in Elspe diskutiert wurde.

Es geht um das Baudenkmal Kirchhofmauer, Brücke und Treppe, seit 1989 in der Denkmalliste der Stadt Lennestadt eingetragen. Das Problem: Die Standsicherheit der Treppe ist gefährdet. Schon seit Jahren. Da es sich aber um ein Denkmal handelt, muss die Sanierung der Anlage denkmalgerecht ausgeführt werden.

Und das kostet: Laut Sitzungsvorlage liegt die aktuelle Kostenschätzung – Abriss, Neuaufbau inklusive Verkleidung mit dem historischen, zuvor gesicherten Original-Natursteinmaterial und Ergänzung mit neuen Steinen – bei rund 450.000 Euro. „Das ist eine Hausnummer“, musste auch Maximilian Ellinger zugeben. Betonte aber: „Für den Ort Elspe ist das eine wichtige und richtige Sache.“
Und fügte sofort noch einen Wunsch hinzu: „In Elspe ist diese Ecke bei der Treppe und der Brücke bekannt als dunkles Loch. Vielleicht ist es im Zuge der Sanierung möglich, das Baudenkmal auch entsprechend auszuleuchten, damit es auch als Denkmal wahrgenommen wird.“


Einem Abriss ohne Neuaufbau, da ist sich Sabine Hengstebeck, Bereich Stadtplanung und Untere Denkmalbehörde bei der Stadt Lennestadt, sicher, werde der LWL nicht zustimmen – auch wenn dadurch Kosten gespart werden könnten. „Da geht es um erhalten, erhalten, erhalten. Und wenn der Eigentümer – in diesem Fall die Stadt Lennestadt – angeben, dass er nicht zahlen kann, dann wird auf die Fördertöpfe verwiesen.“

Bernd Brüggemann (CDU) forderte, endlich Nägel mit Köpfen zu machen: „Die Stadt ist als Eigentümer in der Pflicht, das Denkmal zu erhalten. Daher sollten wir die denkmalgerechte Sanierung beschließen. Wir diskutieren seit Jahren – jetzt müssen wir auch mal eine Entscheidung treffen.“

Dem schloss sich der Ausschuss an und beauftragte die Stadtverwaltung mit der Beantragung von Fördermitteln und Zuschüssen.
Sabine Hengstebeck versprach indes, eine weitere Möglichkeit zu prüfen: Bei der Sanierung der Mauer sei diese nicht komplett zurück gebaut, sondern nur rückverankert worden. „Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für die Treppe? Wir müssen nicht stur an einem Konzept festhalten. Vielleicht kommen wir mit einem anderen System günstiger weg.“
