Hilfe, Unterstützung und ganz viel Herzblut: 300. Warenkorb in Altenhundem

25 Jahre Einsatz für bedürftige Menschen


  • Lennestadt, 24.09.2026
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  • Von Kerstin Sauer
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Zum 300. Mal hat am Mittwoch, 23. September, der Warenkorb Altenhundem seine Türen für bedürftige Menschen aus Lennestadt und Kirchhundem geöffnet. Zum Jubiläum wurde die Sauerlandhalle nicht nur bunt dekoriert, es gab auch Waffeln für die Kunden. von Kerstin Sauer
Zum 300. Mal hat am Mittwoch, 23. September, der Warenkorb Altenhundem seine Türen für bedürftige Menschen aus Lennestadt und Kirchhundem geöffnet. Zum Jubiläum wurde die Sauerlandhalle nicht nur bunt dekoriert, es gab auch Waffeln für die Kunden. © Kerstin Sauer

Altenhundem. Ein besonderes Jubiläum hat am Mittwoch, 23. September, der Warenkorb Altenhundem gefeiert: Zum sage und schreibe 300. Mal öffnete er seine Türen für Bedürftige aus Lennestadt und Kirchhundem. Eine, die schon seit mehr als 20 Jahren dabei ist, ist Ulla Baumhoff. Gemeinsam mit LokalPlus blicken sie und Mitstreiter Wolfgang Herlicka zurück.


Es ist Mittwochmorgen, 8 Uhr. Der dritte Mittwoch im Monat – Warenkorb-Zeit. Schon jetzt, fünf Stunden, bevor die ersten Menschen eingelassen werden, wuselt es in der Sauerlandhalle wie in einem Bienenstock. Rund 50 Helfer sind im Einsatz. Schleppen Tische, bewegen Paletten, verteilen erste Waren. Ein eingespieltes Team.

Zum 300. Mal hat am Mittwoch, 23. September, der Warenkorb Altenhundem seine Türen für bedürftige Menschen aus Lennestadt und Kirchhundem geöffnet. Rund 50 Helfer sind hier seit Jahren Monat für Monat ehrenamtlich im Einsatz. von Kerstin Sauer
Zum 300. Mal hat am Mittwoch, 23. September, der Warenkorb Altenhundem seine Türen für bedürftige Menschen aus Lennestadt und Kirchhundem geöffnet. Rund 50 Helfer sind hier seit Jahren Monat für Monat ehrenamtlich im Einsatz. © Kerstin Sauer

25 Jahre ist es her, dass in Altenhundem zum ersten Mal ein Warenkorb stattfand. Ulla Baumhoff erinnert sich: „Seinerzeit entstand die Idee, angesichts der wachsenden Armut ein Angebot für bedürftige Menschen zu schaffen.“ Ein Warenkorb wurde gegründet. Große Unterstützer und Ideengeber damals waren Mechthild Hennecke, Cilly Becker und Pastor Hans-Josef Feldhagen.

Am 17. Oktober 2001 fand der erste Warenkorb im Pfarrzentrum statt – „und es gab mehr Helfer als Kunden“, sagt Ulla Baumhoff lachend. Das änderte sich schnell: Immer mehr Menschen nahmen die Hilfe des Warenkorbes in Anspruch. Seine „Spitzenzeiten“ erlebte er während des Krieges in Syrien: „Da kamen bis zu 350 Menschen“, erinnert sich Ulla Baumhoff.

Umzug in die Sauerlandhalle

Irgendwann reichten die Kapazitäten des Pfarrzentrums nicht mehr aus: Zu viele Menschen waren auf Hilfe angewiesen. Dank der Unterstützung des Schützenvereins Altenhundem wurde eine Lösung gefunden: Der Warenkorb zog in die Sauerlandhalle – und findet dort bis heute an jedem dritten Mittwoch im Monat statt, versorgt 230 bis 250 Haushalte.

So wie heute. Der kleine Saal der Halle füllt sich. Immer mehr Helfer trudeln ein. Und packen sofort an. Jeder weiß, was seine Aufgabe ist, Aufbau und Organisation klappen wie am Schnürchen. Eingeteilt in verschiedene Teams, zum Beispiel Einkaufs-, Aufbau- oder Büro-Team, wird ab 8 Uhr aufgebaut. Ab 13 Uhr kommen die Bedürftigen und ab dem späten Nachmittag wird wieder abgebaut.

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Zum 300. Mal hat am Mittwoch, 23. September, der Warenkorb Altenhundem seine Türen für bedürftige Menschen aus Lennestadt und Kirchhundem geöffnet. Gemeinsam mit LP blicken die Ehrenamtler Ulla Baumhoff und Wolfgang Herlicka auf 25 Jahre Warenkorb zurück.

Weil viele Helfer den ganzen Tag über im Einsatz sind, gibt es mittags ein gemeinsames Essen: Martina Beckmann kocht frisch für die ganze Truppe – und während der Mittagspause entstehen am großen Tisch Gespräche und gemeinsame Momente.

„Viele Helfer sind schon seit Jahren dabei. Aber es rücken auch mal junge Leute nach“, erzählt Ulla Baumhoff. So wird der Warenkorb derzeit von einem Bufdi unterstützt. Auch Mitarbeiter der Werthmann-Werkstatt freuen sich, wenn sie für dieses tolle Projekt arbeiten dürfen.

Wolfgang Herlicka ist der neue Schatzmeister. Denn, so erklärt er: „Es findet gerade ein Umbruch statt.“ Jochen Dolle, der jahrelang einer der Hauptakteure des Warenkorbs war, möchte sich zurückziehen. Seine Aufgaben wurden auf ein Organisationsteam von neun Personen aufgeteilt.

„Es sagte mal jemand: Schön, dass es den Warenkorb gibt. Aber traurig, dass es ihn geben muss.”
— Ulla Baumhoff

Ulla Baumhoff gehört seit fast 22 Jahren zum Warenkorb-Team. Ende offen. „Das ist eine Aufgabe, in der ich einen Sinn sehe. Man sieht, wie man den Menschen hilft. Und dass diese Hilfe dringend notwendig ist“, sagt sie. Viele Stammkunden kenne man schon seit Jahren. Doch auch neue, junge Menschen kämen immer öfter vorbei, weil sie in eine Notlage geraten seien.

„Der Warenkorb ist so wichtig, weil er eine verlässliche Unterstützung für Menschen in Not bietet“, sagt Ulla Baumhoff. Und schließt mit einem Zitat: „Es sagte mal jemand: Schön, dass es den Warenkorb gibt. Aber traurig, dass es ihn geben muss.“

Für alle, die Hilfe brauchen

Der Warenkorb ist für alle da, die Hilfe brauchen. Alleinstehende, die nach Abzug von Miete und Energiekosten weniger als 600 Euro zur Verfügung haben (Paare 1.200 Euro, pro Kind werden 500 Euro hinzugerechnet), sind berechtigt, den Warenkorb in Anspruch zu nehmen. Jeder ist willkommen und sollte entweder einen Rentenbescheid oder eine aktuelle Lohnabrechnung und einen Nachweis über die Miete und Energiekosten mitbringen. Infos gibt es im örtlichen Pfarrbüro unter Tel. 02723 / 5127). Soziale Einrichtungen, die mit dem Warenkorb zusammenarbeiten möchten, können sich an Wolfgang Herlicka (w.herlicka@web.de) wenden.

Weitere Infos zum Warenkorb und Kontakte gibt es online.

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