GymSL nutzt Sommerferien für Proben an „Figaros Hochzeit“

Aufführung im November


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Die Akteure haben die letzte Ferienwoche genutzt, um an „Le nozze di Figaro“ oder auch „Figaros Hochzeit“ zu proben. von Nils Dinkel
Die Akteure haben die letzte Ferienwoche genutzt, um an „Le nozze di Figaro“ oder auch „Figaros Hochzeit“ zu proben. © Nils Dinkel

Altenhundem. Während so mancher die letzten Tage der Sommerferien im Urlaub, auf dem Balkon oder auch mit Freunden verbracht hat, haben GymSL-Schüler, Lehrer und auch Ehemalige die Woche genutzt, um intensiv am Stück „Figaros Hochzeit“ zu Proben. Vier bis fünf Stunden täglich wurde die Schulbank von Montag bis Freitag, 20. bis 24. August, „gedrückt“, ehe in der kommenden Woche der Schulalltag am Gymnasium der Stadt Lennestadt (GymSL) wieder losgeht.


„Schauspiel-Training“ oder „Stimmbildung“ lauteten die „Fächer“ die hier auf dem Stundenplan standen. Bei der Oper-Aufführung von Wolfgang A. Mozarts „Figaros Hochzeit“ soll alles perfekt sein. „Es ist nicht immer das ganze Ensemble anwesend gewesen“, erklärt Mark-André Vogt, der für die Öffentlichkeitsarbeit am GymSL zuständig ist.

Mal seien Solisten, mal Schauspieler oder auch der Chor anwesend gewesen, um bestimmte Szenen zu Proben. Am Freitag waren dann jedoch alle anwesend. „Es ist schon außergewöhnlich. 20 bis 30 Schüler, Kollegen und Ehemalige gehen hier in den Ferien wie selbstverständlich ein und aus“, freut sich Vogt.
Weitere Probenwoche in den Herbstferien
Auch der musikalische Leiter Michael Nathen, Christa Maria Jürgens, die die Inszenierung für „Figaros Hochzeit“ ausgearbeitet hat, und Cordula Aßmann, die nicht nur die Kostüme schneidert, sondern auch als Sängerin auf der Bühne steht, haben die ruhigen Tage außerhalb des Schulalltages genutzt.

Und so wird es auch nochmal in der ersten Herbstferien-Woche sein: Dann wird langsam die heiße Phase eingeläutet, bevor die Inszenierung vom 9. bis 11. November aufgeführt wird. „Die Kostüme nehmen langsam Form an. Es ist Kleidung im Pop-Art-Style. Die Nebendarsteller und Bauern tragen eher triste Farben, während die Hauptdarsteller bunt gekleidet sind“, sagt Christa Maria Jürgens.
Zwei Doppelstunden pro Woche
Auch nach den Ferien wird fleißig geprobt. Getrennt voneinander stehen für Mittel- und Oberstufe jeweils zwei Doppelstunden auf dem wöchentlichen Stundenplan. Auch die in Kürze anstehende Projektwoche, die eigentlich das Thema „Gesundheit“ hat, nutzt das Ensemble für weitere Proben. Hier gibt unter anderem Pascal „Kalle“ Cremer, der 2015 sein Abitur am GymSL meisterte, ein Tanztraining für die Akteure. Er absolviert ein Studium zum Musicaldarsteller. Michael Nathen freut sich zudem auf Tim Hüttemeister: Der angehende Kapellmeister assistiert ihm, wenn im November neun Streicher, zwei Klaviere und Pauken erklingen.

Das Stück ist in den 1780er-Jahren von Mozart geschrieben worden und führt zurück in die Barock-Epoche. Die Hauptrollen bei „Figaros Hochzeit“ sind jeweils doppelt besetzt: Als „Susanna“ treten Lilly Stahl und Johanna Nies auf. Als „Figaros“ sind Christian Thöne und Steffen Schröder zu sehen. Im Original beträgt die Spieldauer etwa drei Stunden. Die Uraufführung fand 1786 im Wiener Burgtheater statt.
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