Pinsel, Spraydosen, Klebeband - die 13 Jugendlichen, die sich freiwillig bereit erklärt haben, die Neugestaltung der Unterführung am "Wigey" zu übernehmen, begannen am Samstag, 2. Juni, von 10 bis 16 Uhr damit, ihren selbst entwickelten Plan in die Tat umzusetzen.
Unter der Leitung von Kristina Schulte, Fachkraft für aufsuchende Jugendarbeit, und Beate Herrmann, Kunstpädagogin und Leiterin der Jugendkunstschule Schmallenberg, entsteht in der Unterführung am "Wigey" ein ganz neues Bild.
Das Jugendparlament der Stadt Lennestadt ergriff die Initiative. In Zusammenarbeit mit dem Trägerwerk für aufsuchende und offene Jugendarbeit, der Stadt Lennestadt und der Jugendkunstschule Schmallenberg entstand daraufhin dieser Workshop, bei dem Jugendliche freiwillig teilnehmen konnten. Durch einen Zeitungsaufruf fanden sich schnell einige "Hobbykünstler" und "-künstlerinnen", die Interesse an der Gestaltung bekundeten. Die 12- bis 16-Jährigen, die sich seit April auf das Projekt vorbereiteten, hatten dabei keine Vorgaben, was die Motive anging. "Alle Ideen, die hier auf die Wände gebracht werden, stammen von den jungen Teilnehmern höchstpersönlich. Außerdem wird alles freihändig gemacht. So kann man am Ende sagen, dass Lennestadts Jugend diese Unterführung entworfen hat", erklärt Kristina Schulte.
Nach monatelangen Vorbereitungen, bei denen viel diskutiert, experimentiert und ausprobiert wurde, entstand schließlich ein Konzept mit Hintergrund. Die beiden Wände der Unterführung sollen zwei Seiten von Lennestadt repräsentieren. So wird man links das Stadtbild von Altenhundem bewundern können, während auf der rechten Seite die Natur abgebildet ist, die sich auch im "Wigey" findet. Kristina Schulte: "Durch die Unterführung gelangt man von der Stadt direkt ins Grüne. Das sollen auch die Bilder, die hier entstehen, verdeutlichen. Die Jugendlichen haben mit diesem Konzept einen Teil von Lennestadt hier eingebracht."
Nachdem am Sonntag, 3. Juli, noch einmal alle gemeinsam von 10 bis 16 Uhr ihrer künstlerischen Ader freien Lauf lassen können, soll das Werk vollbracht worden sein. Die jungen Künstler und Künstlerinnen seien schon gespannt auf das Endergebnis und hätten viele Freunde und Verwandte zur Begutachtung nach der Fertigstellung eingeladen.