Gänsehaut in der "Weltmetropole Grevenbrück"

"Night of Sounds" begeistert 750 Besucher / Sonntag zweites Konzert


Mit vollem Einsatz auf der Bühne: Solist Dennis Berghaus (r.) und Michael Nathen. von s: Kerstin Sauer
Mit vollem Einsatz auf der Bühne: Solist Dennis Berghaus (r.) und Michael Nathen. © s: Kerstin Sauer

100 Sänger aus drei Chören, 50 Musiker und 750 Besucher: Das sind die simplen Fakten der fünften Volksbank-Gala „Night of Sounds“ am Samstagabend, 28. Mai, in der ausverkauften Schützenhalle in Grevenbrück.


Schiebt man die nüchternen Daten beiseite, bleibt die Feststellung: Es war wieder ein außergewöhnliches, mitreißendes und hoch professionelles Konzert, ausgeführt von der Jungen Philharmonie Lennestadt und den Chören Aviva, Gaudium und Junger Chor Eslohe mit ihrem musikalischen Leiter Michael Nathen. Und nicht nur das Publikum war begeistert, wie eine junge Sängerin hinter vorgehaltener Hand erklärte: „Wenn man auf der Bühne steht, mit 150 Sängern und Musikern – da bekommt man schon Gänsehaut…“
Unterhaltsamer Moderator
Nach der Begrüßung durch Bernd Griese aus dem Volksbank-Vorstand führte Gisbert Baltes in seiner gewohnt humoristischen, ironischen und unterhaltsamen Manier durch den Abend: Warnte die Gäste vor, als er zu einer zweiminütigen Ansage ansetzte, rezitierte Gedichte und nahm seine Heimat, das Sauerland, immer wieder augenzwinkernd aufs Korn. Grundgedanke: Hier, mitten im Nirgendwo der Sauerländer Berge, findet ein Konzert der Extraklasse statt, das seinesgleichen in den Metropolen der Welt suchen kann. Die „Schuld“ dafür schob er dem musikalischen Leiter in die Schuhe: „So ein Musikereignis ist eine Rarität – dank dem einmaligen Michael Nathen, der in der Weltmetropole Grevenbrück das Licht der Welt erblickt hat.“ Spontane Lacher aus den Reihen kommentierten seine Einführung.
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Gänsehaut in der "Weltmetropole Grevenbrück"
Mit langanhaltendem Applaus begrüßten die Besucher die 150 Musiker und Sänger, als diese nach und nach ihre Plätze auf der Bühne einnahmen. Dicht an dicht standen und saßen sie, jeder freie Zentimeter optimal genutzt – allein das war für die Besucher schon ein imposantes Bild. Optimiert wurde der Anblick durch die Licht- und Tontechnik, die die Stücke, egal ob aus Operette, Film, Musical oder moderner Popmusik, untermalte. Das Programm hielt für jeden Geschmack und jede Generation etwas bereit: Die Musiker und Sänger unternahmen eine Zeitreise durch die 80er-Jahre, präsentierten Auszüge aus Dallas und Falcon Crest und erinnerten an Frank Sinatra, Richard Strauss und Udo Jürgens. Als Solisten standen Christa Maria Jürgens – neben Michael Nathen der „musikalische Motor“ der „Night of Sounds“-, Ralf Schmidt, Simone Kaiser und Dennis Berghaus auf der Bühne.
Ein Ständchen von 150 Musikern
Und zwischendurch immer wieder Gisbert Baltes, der jedes Mal die Lacher auf seiner Seite hatte und den Gästen ein Wechselbad aus musikalischer Faszination und lockerer Heiterkeit bescherte. Doch auch dem Moderator verschlug es am Ende des Konzertes die Sprache: Da spielten und sangen die 150 Musiker für ihn ein Ständchen zum Geburtstag. Ein gelungener Abschluss für diesen Abend.
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Gänsehaut in der "Weltmetropole Grevenbrück"
Das zweite Konzert „Night of Sounds 2016“ beginnt am Sonntag, 29. Mai, um 17.30 Uhr (Einlass 16.30 Uhr). Infos gibt es auf www.nightofsounds.de.
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