Fischsterben in der ausgetrockneten Veischede
Untere Wasserschutzbehörde informiert
- Lennestadt, 17.08.2022
- Verschiedenes
- Von Nicole Voss
Grevenbrück. Die Wasserknappheit in Deutschland hinterlässt auch im Kreis Olpe ihre Spuren. Die Vescheide ist in Grevenbrück in Teilen bereits ausgetrocknet, die Fische sind verendet. Diese Beobachtung machten auch Anwohner des Burgweges in Grevenbrück.

„Am Samstagabend befanden sich noch ein paar Fische in einer größeren Wasseransammlung. Sonntagmorgen war das Wasser verschwunden und die Fische tot“, schreibt Anwohner Peter Latsch in einer Mail an LokalPlus.

Und weiter: „Der Gartenbaubetrieb Belke, ebenfalls Anlieger, ergriff die Initiative und füllte notdürftig Wasser auf, um weitere Fische am Leben zu erhalten.“ Für einige unverständlich sei, dass einige Meter weiter noch Wasser in der Veischede vorhanden sei. Selbiges versickere im Bereiche der Brücke zu den Veischedewiesen. „Ab da ist das Bachbett ausgetrocknet.“
Dass es nicht nur in der Veischede ausgetrocknete Stellen gibt, kann Hamza Yilmaz bestätigen. Der Mitarbeiter der Unteren Wasserschutzbehörde machte sich vor Ort ein Bild und sagte, dass das eine Folge der anhaltenden Trockenheit sei. Hamza Yilmaz teilte auf Nachfrage mit, dass bei einem weiteren Ortstermin überprüft werde, ob die komplette Veischede ausgetrocknet ist oder mit einer Austrocknung zu rechnen sei.

Weiterhin werde überprüft, ob es in dem Bereich zu Wasserentnahmen ansässiger Firmen und Privatpersonen komme. Sollte das der Fall sein, komme es zu einer Anhörung. Den Firmen sei bekannt, dass ein gewisser Wasserstand vorhanden sein müsse, unter dem keine Entnahmen mehr möglich seien.
Ob es möglich wäre, der Veischede Wasser zuzuführen, konnte der Mitarbeiter der Unteren Wasserschutzbehörde nicht sagen: „Die Veischede ist groß.“

Norbert Linn, Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Lennestadt, war bis zur Kontaktaufnahme durch LokalPlus noch nicht über das Geschehen informiert. Er sicherte zu, den Pächter des Gewässerabschnitts in Kenntnis zu setzen.

Linn betonte, dass die Wasserknappheit bereits im Jahr 2018 sehr schlimm gewesen sei. Sein Tipp, den alle Bürger beherzigen sollten: „Es gilt dafür Sorge zu tragen, dass kein zusätzlicher Schmutz in das Gewässer kommt, um die Fische nicht noch mehr zu belasten.“ Die toten Fische sollten seitens der Pächter entfernt werden.
