Feuer und Flamme für den Fußball - SSV-Urgestein Heinz Diehl ist tot
Trauer beim SSV Elspe
- Lennestadt, 19.10.2023
- Sport
Elspe. Die Mitglieder des SSV Elspe trauern um Heinz Diehl, der den Verein wie kein anderer verkörperte. Er starb am Montag, 16. Oktober, im Alter von 93 Jahren. Heinz Diehl war eine frühe Entwicklungsstufe der heutigen professionellen Vereinsmanager.

Er trat im Oktober 1945 als Jugendspieler in den Verein ein, doch seine Laufbahn als aktiver Fußballer währte nicht lange. „Er hat stets gesagt, dass er kein guter Spieler ist“, sagt seine Frau Liesel Diehl.

Also konzentrierte er sich auf die Dinge, die er gut konnte. Die Meilensteine seiner Funktionärslaufbahn: Geschäftsführer (1949 - 1955), Jugendwart (1955 - 1961), Kassenwart (1954 - 1961), 2. Vorsitzender (1963 - 1969 und 1981 - 1985), 1. Vorsitzender (1969 - 1975), Ehrenmitglied seit 1981, Ehrennadel des WFV 1961 und Goldene Ehrennadel des Verbandes 1973.

Heinz Diehl war ein lebendes Vereinsarchiv und konnte viel erzählen von den Anfängen des Spielbetriebs nach dem Krieg, vom Bau des Ascheplatzes 1960, von einem Nationaltorhüter (Hans Tilkowski) und von einem Bundesliga-Profi aus Elspe (Rudi Pöggeler).

Zur 50-Jahr-Feier des SSV Elspe holte er 1961 den damaligen Nationaltorwart Hans Tilkowski nach Elspe. Heinz Diehl hatte Tilkowski über den Wechsel des Elsper Stürmers Rudi Pöggeler zu Westfalia Herne (und später zu Borussia Mönchengladbach) und seine berufliche Tätigkeit im Kalkwerk Grevenbrück kennengelernt. Er rief Tilkowski an und frabgte ihn, ob er beim Jubiläum den Anstoß machen könne. Tilkwoski sagte sofort zu, ohne einen Pfennig zu fordern.
Heinz Diehls Sohn Michael feierte 1985 mit dem SSV Elspe den Aufstieg in die Landesliga, auch seine Enkel Nils und Tim Deutenberg und Marvin Diehl haben das Diehlsche Fußball-Gen.
