Es bleibt dabei: Incler soll Zuschlag für den Meggener Bahnhof erhalten
Mehrheitliche Entscheidung im Ausschuss
- Lennestadt, 19.08.2020
- Von Kerstin Sauer
Lennestadt. Sah es anfangs so aus, als könnte es rund um den Meggener Bahnhof einen Neustart geben, so bleibt nach der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen am Dienstagabend, 18. August, doch alles beim Alten: Mehrheitlich stimmten im nicht-öffentlichen Teil die Ausschussmitglieder für die Pläne des Schweizer Investors Incler und geben dem Rat eine entsprechende Entscheidungsempfehlung.

Eine Beschwerde bei der Kommunalaufsichtsbehörde hatte den Stein ins Rollen gebracht. Bei genauerer Prüfung hatte Landrat Frank Beckehoff bemängelt, dass der Ausschuss rechtlich gar nicht die Befugnis gehabt habe, über die Zukunft des Meggener Bahnhofs zu entscheiden (LokalPlus berichtete, siehe Link).
„Wir müssen versuchen, die formalen Mängel in Ordnung zu bringen“, eröffnete Bernd Brüggemann (CDU) die Stellungnahmen der Fraktionen zum Thema. Und weiter: „Es macht keinen Sinn, weiter gegen die Beschwerde bei der Kommunalaufsicht anzufechten.“ Daher stimmte die CDU einheitlich der Aufhebung der Beschlüsse zu.

Einstimmig wurde entschieden, die Beschlüsse aufzuheben und im nicht-öffentlichen Teil der Ausschusssitzung neu zu beraten. SPD und Grüne - beide Fraktionen hatten in der vergangenen Ratssitzung gefordert, die Grundstücksvergabe neu zu regeln - betonten außerdem, dass sie sich eine Bürgerversammlung wünschten, „bei der mindestens zwei mögliche Investoren ihre Pläne vorstellen“, so Dörnemann. Dr. Gregor Kaiser (Grüne) stimmte zu und ging daher nicht davon aus, „dass noch in dieser Wahlperiode eine Entscheidung rund um den Meggener Bahnhof getroffen wird.“
Unter Berücksichtigung der Planung zur Meggener Eisenbahnunterführung – hier hofft man auf eine große Fördersumme für den barrierefreien Zugang- sollen die Entwurfsplanung und die zeitliche Abwicklung dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen vorgestellt werden.
Diese Entscheidungsempfehlung ist am Mittwoch, 2. September, Thema der nächsten Ratssitzung.
