Erste Corporalschaft ersetzt in Altenhundem die Kirchenglocken

Tradition fortgeführt


Etwa 20 Mitglieder der ersten Coroporalschaft hielten in Altenhundem die Tradition des Knärsterns, Rengsterns oder Klappsterns aufrecht. von privat
Etwa 20 Mitglieder der ersten Coroporalschaft hielten in Altenhundem die Tradition des Knärsterns, Rengsterns oder Klappsterns aufrecht. © privat

Altenhundem. „Das sind ja mehr Schützenbrüder als manche der anderen Corporalschaften sonntags beim Antreten hat“, frotzelte ein noch etwas schlaftrunkener Altenhundemer Schütze am Karfreitag um 7 Uhr bei strömendem Regen an der Vogelwarte in Altenhundem.


20 hartgesottene Männer der ersten Corporalschaft hatten vereinbart, die Tradition des Knärsterns, Rengsterns oder Klappsterns fortzuführen, da sich trotz intensiven Bemühens keine Kinder oder Jugendliche fanden, die alte Tradition an den Kartagen fortzuführen. So wurden die alten Ratschen aus dem Keller geholt, die schon Generationen für diesen alten Brauch gedient hatten.

Anfangs noch etwas schwerfällig, aber laut konnten die Knärsterer dann im Gebiet der Vogelwarte bis zur Lennebrücke die stummen Glocken an Karfreitag und Karsamstag vortrefflich ersetzen. Dass die Leitlinien des Schützenvereins „Glaube“, „Sitte“ (= Gebräuche) und Heimat keine leeren Floskeln bleiben, haben die Männer der 1. Corporalschaft an den Kartagen hörbar demonstriert.

Auf ein Spendensammeln verzichteten die Schützen bewusst. Wer die Fortführung der alten Tradition anerkennen möchte, kann gerne dem Warenkorb in Altenhundem einen kleinen Obolus zukommen lassen.

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