Engelbert Prevorcic (Linke) hat in Lennestadt viele Themen auf der Agenda

LP-Serie: Fragen an die Kandidaten


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Engelbert Prevorcic, in früheren Jahren für die DKP aktiv, tritt als Bürgermeisterkandidat der Linken in Lennestadt an.
Engelbert Prevorcic, in früheren Jahren für die DKP aktiv, tritt als Bürgermeisterkandidat der Linken in Lennestadt an.

Lennestadt. Im Rahmen der LokalPlus-Wahlberichterstattung stellen wir im Vorfeld der Kommunalwahl alle Kandidaten um das Bürgermeisteramt vor. Alle Bewerber haben einen Fragebogen mit identischen Fragen beantwortet. Heute: Engelbert Prevoricic (Linke), der als fünfter Kandidat in Lennestadt antritt.


Coronabedingt ist der Wahlkampf besonders schwierig. Wie erreichen Sie die Bürger und wie funktioniert der Wahlkampf?

Es werden die zur Verfügung stehenden Mittel, analog wie online, genutzt. Mit wenig Geld und wenig Personen hat die Linke in kurzer Zeit viel erreicht. Ausschlaggebend sollten die Inhalte und nicht das Marketing sein.

Welches Thema liegt Ihnen (in Ihrer Kommune) besonders am Herzen und wie wollen Sie es anpacken?

Mein Ansatz ist: GLOBAL DENKEN-LOKAL HANDELN (oder auch: Alles hängt mit allem zusammen):
  • Mindestlohn 12,50 Euro, Hartz 4 abschaffen
  • Rücknahme aller Privatisierungen der Daseinsvorsorge
  • Kommunale Übernahme Versorgungsnetze
  • Energiewende: Bürgersolar auf Schlammteich und Ermecke-Halde
  • Verkehrswende: Modellversuch Bus&Bahn ohne Fahrschein
  • SEEBRÜCKE unterstützen, Geflüchtete aufnehmen
  • Keine Nutzpflanzen für Biogas
  • Städtische Dorfläden in den kleinen Orten – wenn es schon keine staatliche Leitplanken für Handelskonzerne gibt
  • 30-Stunden-Woche mit Lohn- und Personalausgleich
  • Ärztemangel beheben- (in Kuba anfragen?)
  • Frieden mit Russland und China- Runter mit der Rüstung
  • Für die Auflösung von Nato und Warschauer Pakt
Solche Themen werden nur verwirklicht, wenn die Menschen sich selbst ermächtigen; das heißt für ihre Belange selbst eintreten, selbst politisch werden.
 von Symbol Grafik: Sophia Poggel
© Symbol Grafik: Sophia Poggel
Nennen Sie drei Stichpunkte zur politischen Ist-Situation in Ihrer Kommune!
  1. Vorherrschaft der CDU blockiert sehr vieles (das Elend einer absoluten Mehrheit)
  2. Investorenbegünstigung durch die Stadt hindert positive soziale und ökologische Entwicklung
  3. Flächenverbrauch und Energieverschwendung in Lennestadt immer noch nicht gestoppt
Wen haben Sie als Vorbild (muss nicht nur politisch sein) und warum?

Vorbilder, oder besser: Menschen, vor denen ich große Achtung habe (kleine Auswahl):
  • Esther Bejarano, Auschwitz-Überlebende und unermüdliche Kämpferin gegen Nazis
  • Ernesto Guevara, Freiheitskämpfer aus Argentinien
  • Martin Luther King, Christ und Kämpfer gegen Rassismus (USA)
  • Nelson Mandela, Freiheitskämpfer aus Südafrika
  • Greta Thunberg, Klima-Aktivistin aus Schweden
  • und nicht zuletzt:
  • Peter Stinn, Kommunist aus Meggen
  • Antonio Gramsci, Kommunist aus Italien
  • Außerdem bin ich ein großer STOPPOK-Fan! („Beweg dein Herz zum Hirn...“)
Warum fühlen Sie sich im Kreis Olpe zu Hause bzw. damit verbunden?

Habe in Lennestadt mein Leben verbracht und auf Reisen gesehen, dass es hier weder besser noch schlechter ist als anderswo.
Wohnort: Hachen bei Elspe
Geburtsdatum: 18. Januar 1953
Familienstand: Lebe mit meiner Freundin zusammen
(erlernter) Beruf: (Modell-)Schreiner, seit 34 Jahren selbstständig (zeitweilig hatte das Unternehmen fünf Beschäftigte), Rentenalter erreicht
politischer Werdegang in Stichworten:
  • 1975 Eintritt in die Deutsche Kommunistische Partei;
  • diverse Lehrgänge und Schulungen,
  • u.a. 3-Monats-Kurs am „Franz-Mehring-Institut“, Berlin /DDR
  • mehr als 40 Jahre Mitglied der IG METALL
  • seit ca. 20 Jahren Mitarbeit in der Lokalen Agenda, Arbeitskreis Energie
  • seit ca. 15 Jahren Unterstützung der Partei DIE LINKE im Kreis Olpe
  • seit ca. 5 Jahren Mitarbeit bei „es TUT sich WAS“
Hobbys (eher: Beschäftigung in der Freizeit):
Ich reise gern (rumstromern mit kleinem Wohnmobil), lese viel. Schraube auch gern an Zweirädern, dem Womo und an Solaranlagen (Wärme und Strom).
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