Einbruch bei Gewerbesteuer: Die Finanzsituation in Lennestadt durch Corona
Stadtkasse bisher noch gut gefüllt
- Lennestadt, 25.06.2020
- Von Kerstin Sauer
Lennestadt. Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie machen auch vor der Stadt Lennestadt nicht halt: Derzeit geht die Verwaltung bis zum Jahresende von Gewerbesteuerausfällen von 20 Prozent, das sind 4,4 Millionen Euro, aus. Mit weiteren Ausfällen und Kosten könnten sich die Finanzschäden auf 6,2 Millionen Euro belaufen. Darüber informierte Bürgermeister Stefan Hundt am Mittwoch, 24. Juni, im Rat.


Hinzu kommen Mindereinnahmen aus der Einkommens- und der Umsatzsteuer. Die Steuerschätzung gehe von Rückgängen um 7,9 Prozent gegenüber 2019 aus. In Zahlen: minus 1,55 Millionen Euro.
Rund 100.000 Euro fehlen nach derzeitigen Schätzungen in den Bereichen Vergnügungssteuer, Verkehrsüberwachung, Elternbeiträge sowie Gebühren in den Bereichen Musikschule, Standesamt und Hallennutzung.
Doch die Verwaltung blickt derzeit noch optimistisch in die Zukunft: Trotz erheblicher Erstattungen bei der Gewerbesteuer und deutlich reduzierter Erträge verfügt die Stadtkasse laut Sitzungsvorlage noch über eine Liquidität von rund 4 Millionen Euro.
