Ein Jahr „Klara von Assisi Weg“ in Elspe – und es geht noch weiter…
Neue Projekte: Pilger-Café und fünfte Stele
- Lennestadt, 14.12.2021
- Verschiedenes
- Von Kerstin Sauer
Elspe. Etwas mehr als ein Jahr ist es nun her, dass der „Klara von Assisi Weg“ in Elspe eröffnet wurde. Und der Pilgerweg für Frauen hat nicht nur in Lennestadt für Begeisterung gesorgt: Auch überregionale Frauen- und Wandergruppen sowie Menschen aus ganz NRW reisen seitdem nach Elspe, um den von der örtlichen kfd initiierten Weg zu erwandern – und sich inspirieren zu lassen. Jetzt gibt es in Elspe sogar ein eigenes Pilger-Café.

Die Projektgruppe der kfd, die den Weg ins Leben gerufen hat, ist begeistert. Beim morgendlichen Kaffee im „Klara von Assisi Café“, der Bäckerei Tröster im Ortskern von Elspe, sitzen die sechs Damen zusammen und lassen das vergangene Jahr Revue passieren.

„Der Weg wird so gut angenommen“, freut sich Birgit Halbe und berichtet von Wandergruppen, Pkw mit fremden Kennzeichen und unglaublich vielen positiven Rückmeldungen. Und Barbara Sonntag fügt hinzu: „Eine Frau ist den Weg schon vier Mal gegangen. Jedes Mal, so sagt sie, entdeckt sie neue Aspekte.“
Großeltern, deren neu geborenes Enkelkind Klara heißt; eine 50-Jährige, die den Weg zu ihrem Geburtstag mit ihrer Familie gehen durfte; eine Frau, die bei jeder Wanderung eine andere Begleitung mitnimmt: Auch Birgit Geuecke, Dorothea Happe und Pia Wipper können von interessanten, bewegenden und schönen Rückmeldungen zum Klara-von-Assisi-Weg berichten. „Der Weg lebt“, freut sich Elisabeth Schmittgens.
Durch eine Anregung entstand irgendwann die Idee für das Pilger-Café: Es wäre doch schön, wenn man nach der Wanderung, bevor man sich auf den Heimweg macht, die Gedanken und Inspirationen bei einer Tasse Kaffee nochmal sacken lassen könnte.

Eine Idee, die bei Jörg Tröster, Geschäftsführer der Bäckerei Tröster, auf offene Ohren stieß: Er stimmte zu, das Café in „Pilger*innen Café - Klara von Assisi Weg“ umzubenennen – und ließ der Projektgruppe bei der Gestaltung freie Hand.
Heute schmücken vier große, auf Hartglas gedruckte Fotos aus Assisi die Wände. Fotografin Carola Ikelmann-Plugge hat diese 2018 in Assisi aufgenommen und zeigt die Stadt, eine Statue von Klara und junge Einwohnerinnen bei einem Fest. Das fünfte Bild ist eine Collage aus verschiedenen Fotos des Elsper Pilgerweges. Auch die Dekoration ist dem neuen Namen angepasst.
Und jetzt – sind die Planungen rund um den „Klara von Assisi Weg“ abgeschlossen? Die Antwort kommt einstimmig: „Noch nicht“ – denn das nächste Projekt steht in den Startlöchern: Im Frühjahr 2022 soll eine neue, die fünfte Stele eingeweiht werden.


Neben der Anfangs-Stele auf der Gellestadt unterhalb der Pfarrkirche und den drei Weg-Stelen zu den Themen Armut, Gottvertrauen und Spiegel soll als Abschluss, am Ende der Seilmecke, die vierte Weg-Stele zum Thema „Visionen“ installiert werden. „Klara und Franz von Assisi haben versucht, die Kirche zu erneuern, und blieben trotzdem solidarisch zu ihr“, weiß Birgit Halbe und zieht den Bezug zur fünften Station in Elspe: „Kritisch-solidarisch stellen wir die Frage: Was wünschen wir uns als Teil der Kirche von der Kirche, welche neuen Wege können wir gehen?“
Während auf großen Steinen an den ersten drei Wege-Stelen Symbole wie ein Gewand, ein Bildnis der Heiligen und ein Spiegel zu sehen sind, wird noch nicht verraten, wie das Abschluss-Symbol aussehen wird.
Die Projektgruppe der kfd blüht auf, wenn sie von Erreichtem und Geplantem erzählt. Die Damen freuen sich, dass sie in Elspe etwas Besonderes, in Deutschland etwas Einmaliges geschaffen haben. Nicht ohne Kritiker, wie sie wissen – doch von Gegenwind lassen sie sich nicht aufhalten. „Wir wollten Frauen inspirieren, sie stärken und animieren, eigene neue Wege zu verfolgen. Alle dies Ziele haben wir erreicht.“
