EiL-Fahrradwerkstatt schickt 20 Fahrräder auf den Weg nach Syrien

Meggener organisiert Transport


  • Lennestadt, 07.04.2023
  • Verschiedenes
  • Von Lorena Klein
    Profilfoto Lorena Klein

    Lorena Klein

    Redaktion


    E-Mail schreiben
Topnews
Die EiL-Fahrradwerkstatt hat einen Transporter voller Fahrräder an die Syrien-Hilfe gespendet: Ebrahim Hanoof, Helmut Meier und Andreas Schulte (v.l.). von privat
Die EiL-Fahrradwerkstatt hat einen Transporter voller Fahrräder an die Syrien-Hilfe gespendet: Ebrahim Hanoof, Helmut Meier und Andreas Schulte (v.l.). © privat

Altenhundem. Die EiL-Fahrradwerkstatt in Altenhundem hat nicht nur ein Herz für Fahrräder, sondern auch für Menschen, die sie gebrauchen können. Ein kleines Team aus Ehrenamtlichen macht alte Räder wieder funktionsfähig und gibt sie an Hilfsbedürftige aus. Für einen Teil der Fahrräder startete am Donnerstag, 6. April, die Reise nach Syrien.


Empfänger der besonderen Spende ist ein Waisenhaus. Ebrahim Hanoof aus Meggen holte 20 Räder ab und kümmert sich um den Transport zum ersten Zwischenstopp nach Berlin. Dort hat die Syrien-Hilfe ihren Sitz. Die Hilfsorganisation bringt die Fahrräder dann zu ihren neuen Besitzern.

Neben den Fahrrädern hat Ebrahim Hanoof auch Rollstühle und Kleidung für Menschen in Syrien gesammelt, die von Berlin aus an das Nabed-Team in Syrien gehen.

210 Fahrräder im vergangenen Jahr

Auch im vergangenen Jahr haben die ehrenamtlichen Fahrrad-Tüftler einem syrischen Waisenhaus einige reparierte Zweiräder zukommen lassen. 2022 hat die EiL-Fahrradwerkstatt insgesamt 210 Fahrräder ausgegeben.

„Die meisten Räder gingen an die Ukraine“, so Franz Bender, der seit Gründung der Werkstatt im Jahr 2015 mit an Bord ist. Kaum sei er in Rente gegangen, habe er nach einer neuen Aufgabe gesucht – und fand sie in der Fahrradwerkstatt.

Bildergalerie starten
Die EiL-Fahrradwerkstatt in Altenhundem: Franz Bender, Helmut Meier und Andreas Schulte.

Franz Bender, Helmut Meier und Andreas Schulte treffen sich jeden Dienstag und Donnerstag im Keller des Sozialwerks St. Georg in Altenhundem, um sich der Reparatur und dem Feinschliff an gebrauchten und in die Jahre gekommenen Drahteseln zu widmen – und so anderen eine Freude zu bereiten. Seit neuestem packt auch ein ukrainischer Helfer mit an.

Zur Zeit sind 100 Fahrräder in der Werkstatt gelagert. Früher oder später werden auch sie wieder auf den Straßen und Wegen unterwegs sein. Ob hier in Deutschland, in Syrien oder anderswo.

Artikel teilen: