Dieter-Mennekes-Umweltstiftung übergibt Preise an Sekundarschüler

Ehrung für besonderes Engagement


Erhard Reichling (Zweiter von links) vom Stiftungsrat zeichnete die Schüler aus. von privat
Erhard Reichling (Zweiter von links) vom Stiftungsrat zeichnete die Schüler aus. © privat

Meggen/Kirchhundem. Die Dieter-Mennekes-Umweltstiftung hat an beiden Standorten der Sekundarschule Hundem-Lenne kürzlich Schüler in kleiner Runde ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte durch Erhard Reichling vom Stiftungsrat. Auch ein Preisgeld wurde ausgelobt.


Zuvor gedachte er dem 2020 verstorbenen Gründer der Stiftung Dieter Mennekes und erläuterte dessen Ziele und seinen besonderen Einsatz für die Umwelt. Um das Engagement der Jugendlichen in allen Bereichen des Lebens zu fördern, lobte Dieter Mennekes diesen Preis aus.

Die Auszeichnung erhielten mit Konstantin Schuppert, Corinna Hollender, Ranim Alnahar und Mahnaz Rasuli vier der 180 potenziellen Kandidaten des vergangenen Abschlussjahrgangs.

Konstantin Schuppert als Jahrgangsbester ausgezeichnet

Konstantin Schuppert schloss die Sekundarschule als Jahrgangsbester mit einem Notendurchschnitt von 1,2 ab. Er war über viele Jahre Klassensprecher seiner Klasse und als ein verlässlicher, ruhiger und unparteiischer Mediator bei Streitigkeiten von seinen Mitschülern geschätzt.

Er unterstützte schulische Veranstaltungen technisch und vertrat die Schule bei Wettbewerben im MINT-Bereich. Konstantin Schuppert besucht derzeit das technische Gymnasium in Siegen, um dort sein Abitur zu erwerben.

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Die Dieter-Mennekes-Umweltstiftung hat Schüler der Sekundarschule Hundem-Lenne ausgezeichnet.

Corinna Hollender setzte sich ebenfalls immer für ihre Mitschüler und die Schule ein. So hat sie eigenverantwortlich Mittagsangebote geleitet. Außerdem war sie seit dem neunten Schuljahr als Lese-Lernpatin in der Grundschule in Kirchhundem im Einsatz und dies, obwohl sie danach kaum eine Busverbindung in ihren Heimatort hatte.

Zwei Flüchtlinge engagieren sich

Besonders augenfällig aber war Corinna Hollernders unaufdringlicher Einsatz für die Klassengemeinschaft. Sie besucht zurzeit das GymSL, um dort ihr Abitur zu machen.

Die stellvertretende Schulleiterin Sabine Tigges freute sich, dass die Dieter-Mennekes-Umweltstiftung eine Gruppe von Jugendlichen in den Blick genommen hat, die es aufgrund ihrer persönlichen Geschichte besonders schwer und trotzdem Großartiges geleistet hat.

„Die Rede ist von den Flüchtlingskindern, die in den vergangenen Jahren in großer Zahl zu uns gekommen sind. Zwei dieser jungen Menschen, die stellvertretend für viele stehen, haben diese Auszeichnung und den damit verbundenen Geldpreis in besonderer Weise verdient“, so Tigges. Es seien Ranim Alnahar und Mahnaz Rasuli.

Ranim Alnahar mit besonderem Einzelschicksal

Ranim Alnahar kam im Alter von elf Jahren ohne ihre Eltern, nur von einem Nachbarn begleitet, von Syrien nach Deutschland. Mit viel Lebensmut, Ehrgeiz und Ausdauer hat sie in rasanter Geschwindigkeit alle Hürden überwunden, viele Freundschaften geschlossen, im Laufe der Jahre alle Erweiterungskurse belegt und letztlich Ihre Fachoberschulreife mit Qualifikation erworben.

Nebenbei hat Ranim Mittagspausenangebote eigenverantwortlich geleitet, bei der Essensausgabe in der Mensa geholfen, als Dolmetscherin in der Schule fungiert, die Sporthelferausbildung gemacht und als Lese-Lernpatin die Grundschule in Kirchhundem unterstützt.

In ihrem letzten Schulbesuchsjahr kam Ranim Alnahars Familie aus Syrien und wurde in Lennestadt untergebracht. Sie besucht derzeit, genau wie ihre Freundin Corinna Hollender, nach ihrem Abschluss an der Sekundarschule das GymSL, um dort ihr Abitur zu erwerben.

Mahnaz Rasuli hilft, Hürden zu meistern

Mahnaz Rasuli nahm ganz selbstverständlich Kinder, die mit ähnlichen Voraussetzungen in die Schule kamen, an die Hand, übersetzte für sie, vermittelte bei Problemen und war permanente Ansprechpartnerin, um die sprachlichen und kulturellen Hürden zu meistern.

Mit viel sozialer Intelligenz und Neutralität löste sie oft schwierige Situationen, die ansonsten vielleicht eskaliert wären. Bei all dem verlor Mahnaz Rasuli nie ihr eigenes Ziel aus den Augen. Sie war ehrgeizig und konnte schon bald am Regelunterricht der Klasse teilnehmen.

Mahnaz Rasuli erwarb in kurzer Zeit den Hauptschulabschluss erwerben und besucht nun das Berufskolleg, um die Fachoberschulreife zu erlangen.

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