Das Ehrenamt im Mittelpunkt: Stadt Lennestadt vergibt Heimatpreis 2023
Riesen-Freude bei den drei Preisträgern
- Lennestadt, 08.02.2024
- Verschiedenes
- Von Kerstin Sauer
Lennestadt. Zwölf Bewerbungen aus acht Ortschaften: Das ist die tolle Bilanz des Lennestädter Heimatpreises 2023. Wer letztlich die Nase vorn hatte und einen der ersten drei Plätze ergattern konnte, dieses Geheimnis wurde am Mittwoch, 7. Februar, in der Ratssitzung im Rathaus der Stadt Lennestadt gelüftet.

Sichtlich zufrieden mit dem Zulauf zeigte sich Martin Steinberg als Ansprechpartner für die Bewerber um den Heimatpreis. „Unsere Vereine erhalten zu Recht eine Anerkennung für ihr oft langjähriges Wirken“, betonte er.
Und weiter: „Egal, ob stille Helfer oder Organisationen, die seit Jahren für ihren Ort und somit für unsere Stadt, unsere Heimat aktiv sind: Sie alle sind ein Zeugnis für professionelles Ehrenamt, ohne dass unser Zusammenleben kaum vorstellbar wäre.“

Im November habe die Jury – bestehend aus Kerstin Bauer (UWG), Heinz Vollmer (SPD), Peter Meier (CDU), Andreas Verbeek (Bündnis 90/Grüne), Jürgen Kalitzki (Stadtheimatpfleger) und Tobias Puspas (Bürgermeister Stadt Lennestadt) – getagt. Und hatte die „Qual der Wahl“.
Letztlich musste eine Entscheidung fallen – und die Preisträger nahmen dankbar ihre Gewinne von den Laudatoren entgegen. Die Sieger sind:

Laudator Jürgen Kalitzki lobte vor allem das vielfältige Engagement des 1927 gegründeten Heimatvereins. Zu seinen Aufgaben gehören u.a. die Förderung von Kunst und Kultur, die Pflege des Brauchtums, die Erhaltung der plattdeutschen Sprache, der Schutz von Gebäuden, Flora und Fauna.
In der Begründung der Jury heißt es weiter: „Der Heimatverein Grevenbrück beschäftigt sich mit der Geschichte, den Menschen der Stadt Lennestadt. Alle Maßnahmen sind langfristig und nachhaltig angelegt. Für die Öffentlichkeit sind die Projekte zugänglich. Exemplarisch sei die Pflege der Anlage Peperburg genannt.“
Besonders angetan zeigte sich Laudatorin Christa Orth-Sauer von dem Veischeder Bilderbuchpfad, mit dem der Grevenbrücker Kindergarten „Ratz und Rübe“ in Kooperation mit dem Elternverein ein neues Kulturprojekt für Lennestadt schafft. Orth-Sauer: „Die Kinder werden von Anfang an in die Arbeit mit einbezogen und animiert, mit Eltern, Großeltern, Freunden und Betreuern in die Natur zu gehen.“

17 Stationen sollen entstehen. „Ein neues, zum Teil digitales Projekt für Lennestadt, welches Lesen und Bewegung in der Natur miteinander verbindet“, äußert sich die Jury. Gleichzeitig sei der Kindergarten ständiger Begleiter der örtlichen Veranstaltungen wie dem Drachenfest und dem Kartoffelmarkt.
„Wichtige Basisarbeit“ leistet laut Laudator Jürgen Kalitzki der dritte Preisträger und versorgt 440 Wohneinheiten mit einem Fernseh- und Radioprogramm. Das Besondere ist der Heimatkanal, auf dem die Antennengemeinschaft ein 60- bis 90-minütiges Programm mit Dorf- und Heimatthemen oder historischen Geschichten sendet.
Dafür seien bis heute mehr als 50 Filme und 6.000 Fotos digitalisiert worden. Kalitzki: „Hier werden Zeitdokumente gesichert und für die Nachwelt erhalten. Davor ziehe ich meinen Hut.“

Für Heimatpreis 2024 bewerben
Auch 2024 lobt die Stadt Lennestadt wieder einen Heimatpreis aus. Bewerbungen können ab sofort bei Martin Steinberg, Tel. 02723/608 410 oder m.steinberg@lennestadt.de, eingereicht werden.
