Burchard-Schützen wandern 390 Kilometer für das Elisabeth-Hospiz

In 14 Tagen von Würzburg nach Oedingen


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Freuen sich auf eine tolle Gemeinschaftsaktion: der Vorstand der Schützenbruderschaft St. Burchard 1844 (mit der sieben Kilogramm schweren Vereinsfahne), Pastor Dieter Koke (r.), die Sponsoren und die Vertreter des Hospizes. von Kerstin Sauer
Freuen sich auf eine tolle Gemeinschaftsaktion: der Vorstand der Schützenbruderschaft St. Burchard 1844 (mit der sieben Kilogramm schweren Vereinsfahne), Pastor Dieter Koke (r.), die Sponsoren und die Vertreter des Hospizes. © Kerstin Sauer

Lennestadt/Oedingen. Die St.-Burchard-Schützen aus Oedingen stehen in den Startlöchern: Am Samstag, 28. September, beginnt ihre große Spendenwanderung von Würzburg zurück nach Oedingen. 68 Personen laufen dann fast zwei Wochen lang in sieben Gruppen 14 Etappen 390 Kilometer bis nach Hause – und das alles für das St.-Elisabeth-Hospiz in Altenhundem.


Der Stolz steht dem Schützenvorstand ins Gesicht geschrieben, als sie am Montag, 23. September, bei einer Pressekonferenz im Hospiz ihre Pläne vorstellen. Und stolz können die Oedinger sein, denn was sie in monatelanger Planung auf die Beine gestellt haben, das kann sich wahrlich sehen lassen.
Erste Pläne bei einer Wanderung durch die Berge
„Die Idee zu dieser Spendenwanderung kam mir, als ich selbst vor anderthalb Jahren durch die Berge wanderte“, eröffnet Tim Bergsieker, Vorsitzender der einzigen Schützenbruderschaft in Lennestadt, das Gespräch. In diesem Jahr feiern die Schützen ihr 175-jähriges Jubiläum. Beim Wandern überlegte Bergsieker: Wie können wir diesen Geburtstag besonders feiern? Mit einem Festakt? Anderen Veranstaltungen?

Ihm war klar: Es sollte etwas ganz Besonderes sein. Und am besten auch für einen sozialen Zweck. Und während er wanderte, hatte er einen Einfall: Warum nicht eine Spendenwanderung organisieren?
Unterstützung von allen Seiten
Bei seinen Vorstandskollegen stieß Bergsieker sofort auf offene Ohren. Auch die große Schützenversammlung Anfang des Jahres signalisierte Unterstützung, und so machten sich die Burchard-Schützen daran, einen genauen Plan auszuarbeiten – und der sieht so aus:

Am Samstag, 28. September, fahren rund 90 Schützen zusammen mit ihrem Präses Pastor Dieter Koke in zwei Reisebussen nach Würzburg. Dort wird in der St.-Burchard-Kirche – ein feierliches Hochamt gefeiert und die Schützenfahne der Oedinger noch einmal geweiht.
Erste Wandergruppe startet am Sonntag, 29. September
Am Sonntag, 29. September, macht sich dann die erste Wandergruppe auf den Weg zurück in Richtung Sauerland – die Schützenfahne natürlich mit dabei. Eine Gruppe wandert immer zwei Tage, übernachtet wird in günstigen Pensionen oder Hotels. Insgesamt wechseln sich in den folgenden 14 Tagen sieben Gruppen unterschiedlichster Größe – die kleinste Gruppe umfasst neun Wanderer, die größte 20 – ab. Der jüngste Teilnehmer ist 18 Jahre jung, der älteste Ende 70.
 von Schützenbruderschaft Oedingen
© Schützenbruderschaft Oedingen
Die längste Fußetappe misst 35 Kilometer, die kürzeste 14 Kilometer. An zwei Tagen übernimmt eine Fahrradgruppe die Burchard-Fahne, befestigt sie an einer speziellen Halterung und reißt 74 bzw. 57 Kilometer ab. „Sonst wären wir noch ein paar Tage mehr unterwegs“, sagt Tim Bergsieker und lacht.

Das Motto der Spendenwanderung: „175 Jahre Flagge zeigen - Der schönste Weg ist der Gemeinsame“. Und auf die Gemeinsamkeit legen die Burchard-Schützen großen Wert: „So eine Aktion ist nur durch die Unterstützung von vielen zu stemmen“, wissen sie. Von Anfang an sei die Resonanz in Oedingen groß gewesen, viele Schützenbrüder hätten sofort ihre Bereitschaft gezeigt, bei dieser tollen Aktion mitzumachen. „Viele nehmen sich extra Urlaub, um mitzuwandern“, weiß Tim Bergsieker.
Sponsoren unterstützen die Aktion
Unterstützt wird die Wanderung von der Firma Rayonex und der Firma Trugge Getränketechnik. Während Rayonex pro Teilnehmer pro Kilometer einen Euro sponsert, bezuschusst die Firma Trugge Verpflegung, Fahrtkosten und Unterkünfte. Und auch die Teilnehmer geben für Fahrten und Unterkünfte einen kleinen Obolus.

Die erwanderten Spenden sind für das St.-Elisabeth-Hospiz in Altenhundem bestimmt – sehr zur Freude von Martin Schäfer und Alfons Heimes vom Vorstand des Hospizvereins. „Eine tolle Aktion, die wieder einmal die Verbundenheit der Sauerländer mit unserem Hospiz zeigt“, dankt Martin Schäfer am Ende der Pressekonferenz und gibt den Wanderern die besten Wünsche mit auf den Weg. Dem kann sich LokalPlus nur anschließen: Viel Erfolg!
Die Spendenwanderung im Detail:
  • Am Sonntag, 29. September, startet die erste von insgesamt sieben Wandergruppen.
  • 390 Kilometer werden in 14 Etappen erwandert.
  • Die Dörfer und Gemeinden, wo die Wandergruppen über Nacht bleiben, sind kontaktiert und werden die Sauerländer dementsprechend empfangen.
  • Am Freitag, 11. Oktober, werden die Wanderer gegen 11 Uhr am Hospiz erwartet. Dort gibt es ein Buffet und es besteht die Möglichkeit, das Hospiz zu besichtigen.
  • Von dort führt der Weg weiter – mit einem Zwischenstopp im Rathaus – bis zur SGV-Hütte nach Altenvalbert, wo alle Wanderer zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen sind.
  • Am Samstag, 12. Oktober, kann jeder, der Lust hat, ab 11 Uhr an der 8 Kilometer langen letzten Etappe teilnehmen.
  • Um 16 Uhr findet in der Oedinger Pfarrkirche ein großes Festhochamt statt. Im Anschluss sind alle in die Schützenhalle eingeladen.
  • LokalPlus wird in der nächsten Zeit sporadisch von den Etappen der Spendenwanderung berichten.
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