Baradari bedauert Schließung der urologischen Belegabteilung in Lennestadt

SPD-MdB äußert sich in einer Pressemitteilung


Nezahat Baradari von Maurice Weiss
Nezahat Baradari © Maurice Weiss

Altenhundem. Vor kurzem wurde bekannt, dass die urologische Belegabteilung des St.-Josef-Krankenhauses in Altenhundem zum Jahresende geschlossen wird (LokalPlus berichtete). In einer Pressemitteilung äußert die SPD-Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari ihr Bedauern.


Eine etablierte ambulante Versorgung einfach einzustellen, sei schmerzlich für die Region, so Baradari. Die Wege würden nun deutlich länger, wenn sich nicht im Zuge der aktuell laufenden Krankenhausplanung des Landes NRW eine Alternative in der näheren Umgebung auftue.

Angemessene Vergütung

„Ambulantisierung ist ein politisches Ziel und auch einer der Kernpunkte der anstehenden Krankenhausreform“, so Baradari. Die Politik habe erkannt, dass dies mit der aktuellen Vergütungsstruktur nicht möglich sei. Bereits im Herbst 2022 sei die Einführung von sogenannten Hybrid-DRGs beschlossen worden.

Sie sollen eine angemessene Vergütung von Leistungen ermöglichen, die sowohl ambulant als auch stationär erbracht werden können. Diese würden nun nach Verhandlungen über die genaue Ausgestaltung 2024 in einer ersten Stufe in die Versorgung eingeführt.

Prozess könnte weiter sein

„Wir könnten im Prozess insgesamt schon weiter sein und den Krankenhäusern, die derzeit noch in eine ungewisse Zukunft blicken, Planungssicherheit geben. Leider ziehen sich die Verhandlungen über die genaue Ausgestaltung der Krankenhausreform auch aufgrund der Blockadehaltung einiger unionsgeführter Länder sehr in die Länge“, kritisiert Baradari.

Das werde die eine oder andere Abteilung, aber auch das eine oder andere Krankenhaus nicht überleben, so die Abgeordnete. Schon jetzt gebe es vereinzelt Insolvenzen. Das könne nicht im Sinne der Bevölkerung sein. Sie fordert die Länder auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben und den Weg für eine Krankenhausreform endlich freizumachen.

Artikel teilen: