Oberelspe. Die Oberelsper sind empört und verständnislos. Insbesondere die Eltern von Kindergarten- und schulpflichtigen Kindern fühlen sich ignoriert. Sie sorgen sich um ihre Kinder, die beim Überqueren der stark frequentierten Hauptstraße einem hohen Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind. Grund dafür ist die nicht funktionierende Ersatzampel an der Mescheder Straße (Höhe Gasthof Müller).
Im Zuge der umfangreichen Baumaßnahmen an der B55 wurde die vorhandene Ampel ausgeschaltet und auf Nachfrage, nach einer der Versammlungen zur Straßenerneuerung, eine Ersatzampel für den laufenden Verkehr installiert. Eine unendliche Geschichte, die auch Mario Heller (Vater eines elfjährigen Sohnes und einer 16-jährigen Tochter) seitdem beschäftigt. Seit mehr als zwei Jahren macht Mario Heller die Stadt Lennestadt immer wieder auf das Sicherheitsrisko aufmerksam.
Zuletzt am Dienstag, 22. Oktober. In dieser Korrespondenz an die Stadt Lennestadt monierte der besorgte Vater: „Eine funktionierende Ampel in Oberelspe scheint nach wie vor nicht von Interesse zu sein! Warum schafft es die Firma Trippe nicht, dieses mittlerweile häufig genug angesprochene Thema vernünftig zu lösen? Sie (die öffentliche Hand) sind doch Auftraggeber und ebenfalls in der Pflicht. Oder sehe ich das falsch?"
Es war nicht das erste Anschreiben, das Mario Heller per Mail auf den Weg schickte. Erst vier Wochen zuvor machte der Oberelsper die Stadt darauf aufmerksam, dass in der morgendlichen Dunkelheit viele Kinder die Straße überqueren müssen, die Fußgängerampel, die seit Mai funktionierte, wieder ausgeschaltet sei, und sprach von Verantwortungslosigkeit.
Die Antwort der Stadt Lennestadt, am gleichen Tag: „Wir haben die Baufirma beziehungsweise den „Verkehrssicherer“ aufgefordert, schnellstmöglich eine Ersatzampel für Fußgänger zu installieren. Nach Rücksprache mit dem Verkehrssicherer sollte die Ersatzampel mittlerweile (Höhe Gaststätte Müller) aufgestellt worden sein.“ Die Ampel ist ja aufgestellt, nur funktioniert sie nicht (Stand: Donnerstag, 24. Oktober).
Die Firma Trippe erklärt dazu: „Da momentan im gesamten Baustellenbereich Asphaltierungsarbeiten vorgenommen werden, ist ein ständiger Ampelbetrieb nicht möglich.“
Die unendliche Geschichte der fehlenden Fußgängerampel beginnt bereits im September 2017, als der Bauleiter der Firma Trippe bei einer Versammlung bestätigte, dass der Ampelbetrieb aufrecht erhalten werde, es aber nicht geschah und erst wesentlich später eine Ersatzampel installiert wurde.