Altherrenhütte in Meggen: Unbekannte richten massiven Schaden an

Mobiliar angezündet


  • Lennestadt, 24.10.2023
  • Verschiedenes
  • Von Nils Dinkel
    Profilfoto Nils Dinkel

    Nils Dinkel

    Redaktion


    E-Mail schreiben
Topnews
Die Altherrenhütte in Meggen ist von Unbekannten verwüstet und beschädigt worden. von Nils Dinkel
Die Altherrenhütte in Meggen ist von Unbekannten verwüstet und beschädigt worden. © Nils Dinkel

Meggen. Die Altherrenhütte im Wald oberhalb von Meggen ist von Unbekannten massiv beschädigt worden - und das zum wiederholten Male. Der jüngste Vorfall muss sich zwischen Samstag und Sonntag, 21./22. Oktober, ereignet haben.


Nach LokalPlus-Informationen ist eine größere Gruppe Jugendlicher in der Nacht dort gewesen, um dort einen Geburtstag zu feiern. In und um die Schutzhütte herum, die im Eigentum der Firma Sachtleben ist, zündeten sie unter anderem Stühle an, zerstörten ein altes Bild und verteilten Müll auf dem Areal. Auch der Ofen im Inneren der Hütte nahm Schaden. Zudem brachen die Unbekannten einen Schuppen auf.

„Der Schaden ist noch nicht zu beziffern. Das war einfach sinnfreies Zerstören. Sogar den Verbandskasten haben sie zerpflückt“, erzählt Ines Ewers. Sie berichtet, dass die Hütte vor 48 Jahren von den Altherren als Arbeiterschutzhütte erbaut worden sei.

Vermächtnis der alten Herren

„Dann kam Kyrill. Die Hütte war versteckt unter den ganzen gefallenen Bäumen. Meine Familie hat gesagt, das darf nicht so bleiben. Wir haben unter Knochenarbeit alles freigelegt. Dann lief sie unter Führung des Schwiegervaters. Das haben wir inzwischen übernommen und das Vermächtnis der alten Herren weitergeführt“, blickt Ines Ewers in die Geschichte zurück.

Bildergalerie starten
Unbekannte richteten an der Altherrenhütte in Meggen Schäden an und brachen einen Schuppen auf. Zudem zerdepperten sie Teller und Kannen sowie zahlreiche mitgebrachte Glasflaschen.

„Viele haben hier laufen gelernt, ihre Kindheit verbracht oder ihre Liebe gefunden. Viele Meggener haben eine tolle Verbindung zu diesem besonderen Platz“, so Ewers. Auch die Waldwoche des Maumker Kindergartens habe hier immer stattgefunden.

Nun erwägt die Familie, ihr Engagement für die Hütte zu beenden. Denn: „Die Beschädigungen haben seit Corona massiv zugenommen. Vor einiger Zeit ist die Nestschaukel geklaut worden. Vom zehnjährigen Holzvorrat ist nur ein Bruchteil übrig geblieben. Als unser Sohn den angezündeten Sandkasten sah, hat er bitterlich geweint“, so Ines Ewers.

Noch einmal aufraffen

Sicherheitsmaßnahmen wie Kameras hätten in der Vergangenheit nichts gebracht. Und einfach abschließen wolle und könne man die Hütte nicht. „Es ist eine Schutzhütte. Sie muss zugänglich bleiben“, erklärt Ines Ewers, die ebenso wie ihre Familie durch den Vandalismus nervlich angespannt ist.

Sie wollen sich noch einmal aufraffen, die Schäden aufnehmen und beseitigen. Zudem erwägt Familie Ewers, einen Großteil des Mobiliars sowie die Spielmöglichkeiten für Kinder zu entfernen. „Was nicht mehr da ist, kann man nicht kaputt machen“, so Ines Ewers.

Artikel teilen: