100 Teilnehmer demonstrieren für eine bunte Lennestadt

Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit


Mit Plakaten zogen mehr als 100  Teilnehmer durch die Hundemstraße über die Helmut-Kumpf-Straße bis zum Marktplatz. von Kerstin Sauer
Mit Plakaten zogen mehr als 100 Teilnehmer durch die Hundemstraße über die Helmut-Kumpf-Straße bis zum Marktplatz. © Kerstin Sauer

Altenhundem. „Die Würde aller Menschen ist unantastbar.“ Laut schallte am Montagabend, 8. April, die Stimme von Dr. Gregor Kaiser durch den Lautsprecher auf dem Altenhundemer Marktplatz: Dort hatte die AG „esTUTsichWAS“ nach einer Demonstration zur Abschlusskundgebung eingeladen. Für Vielfalt und eine bunte Lennestadt.


Mehr als 100 Teilnehmer waren zuvor mit Plakaten durch Altenhundem bis zum Marktplatz gezogen. Mit lautem Beifall unterstützten sie die Redner, allen voran Dr. Gregor Kaiser. „Wichtig ist, dass wir im öffentlichen Raum Flagge zeigen: keine Diskriminierung, kein Dritter Weg, keine AfD. Dafür müssen wir etwas tun.“
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Bürgermeister Stefan Hundt lobte das „deutliche Zeichen gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit“ und dankte den Organisatoren. „Es ist seltsam“, so betonte Hundt: „Wir fliegen um die ganze Welt, um das Fremde zu entdecken – warum ist das Fremde dann bei uns nicht willkommen?“ Rassismus sei der Versuch einer unmenschlichen Diskriminierung, so der Bürgermeister weiter. Ein Zwischenruf aus der Menge unterbrach ihn: „Der Versuch ist schon sehr weit fortgeschritten!“

Schüler der Sekundarschule Hundem-Lenne bezogen Position, indem sie das Wort „VIELFALT“ mit Leben füllten und ein Gedicht gegen Ausgrenzung einer Sechstklässlerin vortrugen. Weitere Redner waren Nedim Kalembasi, Vorsitzender des Arbeitskreises Integration, und Peter Bürger, Publizist aus Eslohe.
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