Zeitverschwendung: Wann nutzt du deine Zeit richtig?

Schüler-Kolumne „Die Meinung von morgen“


  • Kreis Olpe, 05.05.2026
  • Schule & Bildung , Verschiedenes
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Symbolfoto. von Adobe Stock / Grafik: Ralph Schneider
Symbolfoto. © Adobe Stock / Grafik: Ralph Schneider

Kreis Olpe. LokalPlus gibt mit der Kolumnen-Reihe „Die Meinung von morgen“ Schülerinnen und Schülern aus dem Kreis Olpe eine eigene Stimme. Wöchentlich teilen Jugendliche unterschiedlicher Schulen aus dem Kreis Olpe ihre Gedanken zu Themen, die sie bewegen – von Demokratie über Digitalisierung bis hin zu Alltag, Freizeit und persönlichen Perspektiven.


Eliesa Vocaj ist 17 Jahre alt und wohnt in Olpe. Sie besucht die Jahrgangsstufe EF des St.-Franziskus-Gymnasium Olpe. Sie schreibt:

Zeit ist das Einzige, was uns unkontrollierbar davonläuft. Wir verbinden damit Angst und vor allem ein schlechtes Gewissen, wenn wir mal nichts tun, da für uns heutzutage jeder Augenblick einen Zweck erfüllen muss. Wir leben in einer Welt, in der die Arbeit uns regiert. Alles hängt von ihr ab. Deswegen sagen wir uns, dass jeder Moment produktiv genutzt werden muss.

Wer entscheidet, wann unsere Zeit sinnvoll genutzt wird?

Sei es das gedankenlose Scrollen durch das Internet. Ein Video nach dem anderen, bis man merkt, dass schon eine halbe Stunde vergangen ist. Oder das minutenlange Anstarren der Wand aus Langeweile, in denen wir uns erlauben, nichts zu tun und die Zeit treiben zu lassen.

Ist das pure Zeitverschwendung oder einfach mal eine Pause, wobei man dem verplanten Alltag entkommen kann? Wir sehnen uns doch auch nur nach einer Pause vom ständigen Funktionieren.

Wir meinen immer, dass unsere Zeit produktiv genutzt werden muss, indem wir beispielsweise Aufgaben erledigen, damit unser Gewissen befriedigt wird. Doch vielleicht bringen uns genau diese freien Augenblicke Raum für Kreativität, Gedanken und ganz wichtig: Raum für uns selbst.

Unscheinbare Momente schaffen Kreativität

Diese unscheinbaren Momente schaffen genau das. Diese endlose Kreativität, die wir in einer doch so nutzlosen Zeit entwickeln, ist wertvoller, als wir denken. Es ist Freiheit, losgelöst vom Zwang, es als Pflicht zu tun, denn es passiert fast automatisch und ohne jegliche Aufforderung.

Solche Momente fühlen sich nach Zeitverschwendung an, weil sie aus unserem täglichen Raster fallen und uns daran erinnern, dass wir gerade nicht unseren alltäglichen Pflichten folgen. Es fühlt sich so an, als würden wir unsere kostbare Zeit verschwenden. Es überschreitet die Grenze, die wir uns gedanklich selbst setzen.

Doch gibt es überhaupt eine Grenze? Jeder definiert Zeitverschwendung anders. Trotzdem sind wir uns oft alle einig, dass Dinge, die uns nicht erfreuen, keinen Sinn erfüllen und an denen wir keinen Anhaltspunkt finden, als Zeitverschwendung gelten.

Aber nun frage ich dich: Was ist für dich Zeitverschwendung? Ist deine Zeit für dich nur dann sinnvoll genutzt, wenn sie produktiv ist und deine Pflichten erfüllt? Oder dann, wenn du bewusst lebst, egal ob du etwas leistest oder einfach nur existierst?

Eliesa Vocaj macht sich Gedanken über Zeitverschwendung. von privat
Eliesa Vocaj macht sich Gedanken über Zeitverschwendung. © privat

Eliesa Vocaj

(Die hier veröffentlichten Inhalte geben die Position der Autorin/des Autors wieder und entsprechen nicht notwendigerweise der Ansicht der Redaktion.)

„Die Meinung von morgen“ – Mach mit!

Du bist Schülerin oder Schüler an einer weiterführenden Schule aus dem Kreis Olpe und möchtest an dem Projekt „Die Meinung von morgen“ teilnehmen oder interessierst dich dafür? Dann schreib uns gerne eine E-Mail an: info@lokalplus.nrw, Betreff: Die Meinung von morgen.

Wir freuen uns auf dich!

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