Worauf man bei Gas- und Ölpreisen jetzt achten sollte
Tipps der Verbraucherzentrale
- Kreis Olpe, 03.04.2026
- Verschiedenes
Kreis Olpe. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran wirkt sich immer stärker auf die internationalen Energiemärkte aus. Die Preise für Öl und Erdgas sind deutlich gestiegen. „Für Verbraucher bedeutet das jedoch nicht automatisch sofort höhere Gaspreise im eigenen Vertrag. Zwischen Börsenpreisen und Tarifen für Haushalte liegt oft eine zeitliche Verzögerung“,sagt Maren Thomassohn, Leiterin bei der Verbraucherzentrale NRW in Lennestadt.


„Allerdings beobachten wir seit kurzem eine Veränderung bei Neukundentarifen auf den Vergleichsportalen. Die höheren Preise an den Gasbörsen durch den Irankrieg werden nun von vielen Anbietern eingepreist.“ Bei bestehenden Verträgen kann dies relevant werden, wenn Preisgarantien auslaufen und Verbraucher eine Preiserhöhung bekommen.
Worauf aktuell bei den Energiepreisen zu achten ist und wie man langfristig unabhängiger wird, hat die Verbraucherzentrale NRW in Tipps zusammengestellt.





Wer mit Gas heizt, sollte den eigenen Gasvertrag überprüfen. Wichtig sind dabei Preisniveau, Vertragslaufzeit und, sofern vorhanden, die Preisgarantie. Läuft sie bald aus, kann der Anbieter den Preis erhöhen, indem er ein Preiserhöhungsschreiben verschickt. Wenn sie bald ausläuft, sollten sich Haushalte bei ihrem aktuellen Anbieter nach Verlängerungsoptionen mit Preisgarantie erkundigen. Ein neuer Vertrag mit längerer Preisgarantie schafft Planungssicherheit für den nächsten Winter. Bietet der bisherige Anbieter keine attraktiven Tarife an, ist ein Anbieterwechsel sinnvoll.
Die günstigsten Tarife beginnen bei etwa zehn Cent pro Kilowattstunde, Anfang März waren es noch acht Cent. Um günstige Tarife zu finden, sollte man die Filter in Vergleichsportalen nutzen, aber insbesondere den Bonus und die „direkte Wechselmöglichkeit“ herausnehmen.



Die Heizölpreise sind rasant gestiegen und sie schwanken besonders stark. Bei einer Bestellung von 3.000 Litern kostet Heizöl aktuell etwa 145 Euro pro 100 Liter. Preise in dieser Größenordnung gab es letztmalig in der Energiekrise im Herbst 2022. Wer einen Tank hat, der weniger als 15 Prozent gefüllt ist, sollte bald bestellen. Eine kleinere Bestellmenge ist dann sinnvoll. Wichtig ist außerdem ein Preisvergleich. Vor der Bestellung sollte man die Seriosität des Händlers prüfen. Dazu bietet sich der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale an.
Der derzeitige Nahost-Konflikt zeigt, wie stark Energiepreise von weltpolitischen Entwicklungen abhängen. Deshalb kann es sinnvoll sein, langfristig unabhängiger zu werden. Eigentümer können etwa über alternative Heizsysteme wie eine Wärmepumpe nachdenken. Auch eine bessere Gebäudedämmung kann helfen. Energieberater und Heizungsfachbetriebe können passende Lösungen aufzeigen. Zudem gibt es häufig staatliche Förderprogramme.

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