Wo die Unfallgefahren wirklich lauern – und es richtig weh tut
LP-Randnotizen
- Kreis Olpe, 06.11.2021
- Verschiedenes


Wer denkt, die Teilnahme am Straßenverkehr sei besonders gefährlich, irrt gewaltig. Die weitaus meisten Unfälle passieren nicht auf unseren Straßen und auch nicht während der Arbeit, sondern in Haus, Garten und in der Freizeit. Neben Verletzungen bei Sport und Spiel sowie Unfällen im Umgang mit Werkzeugen und spitzen oder scharfen Gegenständen sind Stürze die Unfallursache Nummer eins.
Ich kann diese Statistik durchaus bestätigen. Außer bei einem Fahrradunfall in früher Jugend bin ich bisher zum Glück nie bei einem Verkehrsunfall verletzt worden. Und als Schreibtischtäter auf dem Bürostuhl ist die Unfallgefahr äußerst gering.

Im Haushalt sieht das anders aus. Erst habe ich mir beim Heimwerken fast den Daumen halbiert, als der an die rotierende Trennscheibe der Flex geriet. Ein Stück Fingernagel musste dran glauben, aber ansonsten hatte ich noch Glück und kam um den Besuch in der Notfallambulanz herum.
Vor zwei Wochen wollte ich schwungvoll die Treppe ins heimische Dachgeschoss hoch. Dumm nur, dass ich auf Socken unterwegs war und auf der vierten oder fünften Stufe ausgerutscht bin. Auf der linken Seite aufgeschlagen und Bekanntschaft mit den harten Treppenkanten gemacht.

Die Folgen spüre ich bis heute – und vermutlich auch noch einige Wochen länger. Das Aufstehen von einem Stuhl fällt schwer, beim Bücken oder beim Tragen von Gegenständen zieht es mächtig auf der linken Seite des Oberkörpers, schnelle Bewegungen verursachen Schmerzen.

Mein Sohn war am vergangenen Wochenende bei einem Junggesellenabschied dabei. Zu späterer Stunde wurde ausgelassen gefeiert und die La Ola-Welle gemacht. Dabei kippten die (nicht mehr ganz nüchternen) jungen Männer um wie die Dominosteine.

Ganz unten mein Sohn, der mit dem Brustkorb gegen eine Tischkante knallte. Tags drauf war er zu Besuch und klagte über Schmerzen im Rippenbereich. „Kenne ich. Habe ich auch. Hast du lange was von!“ Viel Trost konnte ich ihm nicht spenden.
Also passt auf euch auf – besonders in der Freizeit. In diesem Sinne ein schönes und vor allem unfallfreies Wochenende.
Wolfgang Schneider



