Winterdienste im Kreis Olpe haben 2.430 Tonnen Streusalz zur Verfügung

128 Mitarbeiter sorgen für sichere Straßen


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Schnee und Eis sorgen für Verkehrschaos im Kreis Olpe. von Nils Dinkel
Schnee und Eis sorgen für Verkehrschaos im Kreis Olpe. © Nils Dinkel

Kreis Olpe. Für den Winterdienst von Straßen.NRW ist der Startschuss bereits vor über fünf Wochen gefallen. Seit dem 1. November sind Mitarbeiter und Maschinen des Winterdienst in den Startlöchern und warten darauf, bei Schnee und Eis wieder eingesetzt werden. Wichtige Straßen für den überörtlichen Verkehr sollen von 6 bis 22 Uhr befahrbar sein; Streckenabschnitte, die im Zusammenhang mit dem Autobahn-Netz eine herausragende Verkehrsfunktion erfüllen, 24 Stunden täglich.


Die beiden Straßenmeistereien kommen auf insgesamt 19 Einsatzfahrzeugen unterwegs (inklusive Fahrzeuge von beauftragten Unternehmern). In beiden Kreisen, Olpe und Siegen-Wittgenstein, sind insgesamt 128 Personen im Schichtdienst im Einsatz (inklusive Personen von beauftragten Unternehmern).

Ein Lkw des Baubetriebshofes Olpe. von privat
Ein Lkw des Baubetriebshofes Olpe. © privat

Am Beispiel der Stadt Olpe zeichnet sich folgendes Bild ab. Die Stadt hat einen Unimog und zwei LKW im Einsatz. Zusätzlich räumen zwei Schmalspurtraktoren Geh- und Radwege. Des weiteren gibt es fünf Fußtruppen für Fahrbahnübergänge und sonstiges. Zusätzlich helfen fünf Privatunternehmen in 13 Bezirken aus.

Zwei Straßenmeistereien im Kreisgebiet

Mit eine der wichtigsten Aufgaben der Straßenmeistereien ist dabei die Bekämpfung von Glätte. Hierzu kommt bekanntlich Streusalz zum Einsatz. Julia Ollertz, Pressesprecherin von Straßen.NRW der Regionalniederlassung Südwestfalen gibt an:„ Die Straßenmeistereien (SM) haben ihre eigenen Bezirke, die jeweils circa 300 Kilometer Straßennetz fahren. Dabei sind unsere Grenzen nicht deckungsgleich mit der Kreisgrenze – im Kreis Olpe sind sowohl die SM Kreuztal als auch die SM Lennestadt unterwegs.“

Entsprechend muss auch in den Hallen eine große Menge an Streusalz zur Verfügung stehen. Die nachfolgenden Angaben sind in Tonnen (t) angegeben. Zur Straßenmeisterei Kreuztal gehören dabei die Standorte Olpe (500 t) und Hünsborn (350 t). Bei der SM Lennestadt gehören vier Standorte. Dort zeichnet sich folgendes Bild ab: Bonzel (580 t), Griesemert (200 t), Kirchhundem (500 t) und Attendorn (300 t).

Streusalzpreise gestiegen

Wie auch bei vielen anderen Produkten ist auch beim Streusalz eine Preissteigerung deutlich erkennbar. „Natürlich machen sich allgemeine Preissteigerungen im Laufe der Jahre auch beim Einkauf von Salz bemerkbar. Neben den eigentlichen Produktionskosten tragen auch Logistik- und Transportkosten dazu bei“, so Stefan Lambrecht vom Landesbetrieb Straßen.NRW in Gelsenkirchen.

Allerdings schließe der Landesbetrieb langfristige Lieferverträge für Salz ab. So war noch bis 2021 der Einkaufspreis von 2018 gültig. Durchschnittlich hat sich der Tonnenpreis - gemessen am Einkaufspreis aus dem Jahr 2018 - seither um circa zehn Prozent erhöht. Der neue Preis wird dann bis 2023 oder sogar 2024 gültig sein.

Straßen.NRW

Straßen.NRW führt originär den Winterdienst außerhalb von geschlossenen Ortslagen auf Bundes- und Landesstraßen durch („freie Strecke“). Ortsdurchfahren von Bundes- und Landesstraßen werden lediglich im Zuge von Vereinbarungen mit Kreisen oder Gemeinden von Straßen.NRW betreut.

Verkehrsteilnehmer müssen jedoch immer mit Behinderungen bzw. stellenweise auch mit einer geschlossenen Schneedecke und Glätte auf den Straßen rechnen. Eine Garantie oder gar ein Recht auf geräumte und rutschsichere Fahrbahnen gibt es nicht. Wer sicher ans Ziel kommen möchte, ohne sich und andere zu gefährden, sollte Fahrzeug und Fahrstil der Wetterlage anpassen und mit Winterreifen unterwegs sein.

Wenn bei Schnee und Eis nichts mehr geht, müssen Autofahrer eine Gasse freihalten, damit Polizei, Rettungsdienste aber auch die Räumfahrzeuge ungehindert weiterfahren können.

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