Wie viel kostet Polarisierung unsere Demokratie? (Teil II)
Schüler-Kolumne „Die Meinung von morgen“
- Kreis Olpe, 24.03.2026
- Schule & Bildung , Verschiedenes
Kreis Olpe. LokalPlus gibt mit der Kolumnen-Reihe „Die Meinung von morgen“ Schülerinnen und Schülern aus dem Kreis Olpe eine eigene Stimme. Wöchentlich teilen Jugendliche unterschiedlicher Schulen aus dem Kreis Olpe ihre Gedanken zu Themen, die sie bewegen – von Demokratie über Digitalisierung bis hin zu Alltag, Freizeit und persönlichen Perspektiven.


Alina Mühlhaus ist 18 Jahre alt und lebt in Drolshagen. Sie hat vergangenes Jahr ihr Abitur am Städtischen Gymnasium in Olpe gemacht. Der erste Teil ihres Textes ist am Dienstag, 17. März, hier bei LokalPlus erschienen. Sie schreibt weiter:
Als Bürger oder Bürgerin eines demokratischen Staates sollte man meiner Meinung nach offen für einen politischen Dialog und Diskurs sein. Offen für andere Meinungen, offen für andere Lebensweisen, sich anhören, was andere zu sagen haben und sich davon „berühren“ lassen.





Ich sage nicht, dass man die Meinung anderer annehmen soll, nein, denn hier herrscht Meinungsfreiheit. Man darf selbst entscheiden, welche Meinung man vertritt, aber diese Meinung darf von anderen Meinungen geformt und ausgebaut werden.
Man sollte froh sein, dass in Deutschland mehr als nur eine Meinung vertreten und mehr als nur eine politische Einstellung gelebt werden darf. Allerdings wäre es schön, wenn sich diese Meinung auf einem demokratischen Spektrum befindet, auf dem auch Respekt, Toleranz und Akzeptanz anwesend sind.



Ich erinnere nochmal an das wichtigste aller Gesetze, das Gesetz, das an erster Stelle steht, das Gesetz, auf dem die Bundesrepublik Deutschland fußt: Artikel 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Und durch Rassismus, erniedrigende Behandlung, Gewalt oder Diskriminierung eines Gegenübers wird diese Würde schon verletzt.
Letzten Endes sind wir alle nur Menschen. Das Menschsein an sich sollte viel mehr wiegen als die Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung oder das Vermögen eines Menschen. Das Menschsein als größte Gemeinsamkeit sollte uns einen und nicht spalten, indem wir danach suchen, was uns voneinander unterscheidet. Einigkeit und Recht und Freiheit.

Ich finde, der Fokus sollte nicht darauf liegen, wer schuld an was ist, sondern darauf, dass gemeinsam Lösungen für die Probleme gefunden werden. Eine Umorientierung von Hass und Hetze auf Lösungsansätze, Respekt und Offenheit.
Wir sollten lieber ein bisschen Liebe anstatt Hass verbreiten. Ein bisschen Liebe kostet uns nichts, Respekt kostet uns nichts. Hass hingegen kann uns irgendwann unseren Frieden und unsere Demokratie kosten.
Alina Mühlhaus

(Die hier veröffentlichten Inhalte geben die Position der Autorin/des Autors wieder und entsprechen nicht notwendigerweise der Ansicht der Redaktion.)
„Die Meinung von morgen“ – Mach mit!
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Wir freuen uns auf dich!
