Wie uns Infrastruktur-Sänger die Zukunft prognostiziert haben

LP-Randnotizen


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 von LokalPlus
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„Wann kommt der nächste Zug? Kann nicht lange dauern. Die Schienen liegen schon da.“ In Zeiten von Abellio und einem Intercity, der den Kreis nicht – wie lange geplant - am 12. Dezember, sondern erst am 20. Dezember anfahren wird (mal schauen, ob dies dann auch so eintritt) muss man sich mit Sarkasmus weiterhelfen.

Scherzhaft sagte ich zu meinem Kollegen Nils Dinkel: „Schlimmer kann es nicht werden. Kauf denen mal die Strecke ab. Abkürzungen an Zügen und Service-Points müssten ja nicht geändert werden. Das DB steht dann für Dinkel-Bahn.“ Bis mein Kollege die finanziellen Ressourcen zur Verfügung hat, müssen wir uns wohl mit Christian Anders' Song „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“ zufriedengeben.

Zu viel „Bridge“ gespielt

Auch auf der Straße sieht es nicht besser aus. Oder soll ich besser sagen: auf der Brücke. Gemeint ist natürlich die A 45-Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid. 2017 bekam die Brücke von der Brückenprüfung noch die Note befriedigend, nun heißt es „ Setzen, sechs!“ Für das Vabanque-Spiel gibt es nun die Quittung.

Peter Maffay sang einst „Über sieben Brücken musst du gehn“. Die Verantwortlichen und alle, die täglich auf diese Strecke angewiesen sind, würden sich wohl zufrieden geben mit „Über diese Brücke kann ich fahren“. Die Entscheidungsträger müssen sich eingestehen: Wir haben zu viel „Bridge“ gespielt.

„Sieben dunkle Jahre übersteh'n“

Während es auf der Schiene zeitnah nach Aussicht auf Besserung aussieht, wird die Lüdenscheider Brücke wohl zum neuen Flughafen BER mutieren. Peter Maffay prognostizierte schon damals, man müsse „sieben dunkle Jahre übersteh'n“. Ob man damit hinkommt, bleibt abzuwarten. Der Flughafen konnte erst nach 14 Jahren eröffnet werden.

Bis die neue Brücke steht und weiße Züge mit roten Streifen durch den Kreis Olpe fahren, wünsche ich allen Lesern ein schönes Wochenende.

Adam Fox

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