Wie steht es um die Sicherheit der Schließfächer im Kreis Olpe?
Vorstandsmitglieder nehmen Stellung
- Kreis Olpe, 30.01.2026
- Verschiedenes
- Von Nicole Voss
Olpe. Berichte über Raubüberfälle auf Schließfächer in den Banken gehen aktuell durch die Medien. So hat der Überfall in einer Gelsenkirchener Bankfiliale bundesweit für Gesprächssoff gesorgt. Am Mittwoch, 28. Januar, gab es erneut einen Raubüberfall bei einem Geldinstitut in Wilhelmshaven. Doch wie ist es um die Schließfächer im Kreis Olpe bestellt?




LokalPlus hat mit Mario Heinemann, Vorstand der Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen, und Christian Weber, Pressereferent der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem, gesprochen.
Marco Heinemann teilte ihm Gespräch mit: „Zu Details möchte ich zum Schutz unserer Mitglieder und Kunden keine Stellung nehmen. Wir haben unsere Schließfachanlagen im Rahmen der üblichen Anforderungen gesichert. Es liegt auch in der Verantwortung eines jeden Schließfachinhabers, sein Schließfach zu sichern.“

Wie er der Presse entnommen habe, habe es diesbezüglich beispielsweise in Gelsenkirchen keine Absprachen gegeben. „Wir haben 2025 umfassend informiert und die Verträge erneuert. „Wir legen Wert darauf, dass Schließfächer in angemessener Höhe versichert werden. Inhalte sollten bestenfalls dokumentiert werden, damit man nachweisen kann, was sich im Schließfach befindet“, erklärt Marco Heinemann.
Wenn bei den Kunden Negativ-Merkmale festgestellt würden, würde die Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen von der Vergabe eines Schließfachs Abstand nehmen. Die jährliche Schließfachmiete müsse bezahlt werden. Mit einem Augenzwinkern fügt Marco Heinemann hinzu: „Erst waren die Geldautomatensprengungen in Mode und jetzt scheinen es die Schließfächer zu sein.“

Die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem bietet Schließfächer mit unterschiedlichen Fachgrößen an, erklärt Christian Weber in einer schriftlichen Stellungnahme: „Schließfächer funktionieren bewusst anonym, um Privatsphäre, Eigentumsschutz und Vertraulichkeit der Kundinnen und Kunden zu sichern.“

Auch die Sparkasse kenne den Inhalt nicht. Deswegen könne eine Sparkasse auch nur eine Grundabsicherung bieten. Weber: „Wer höhere Werte lagern möchte, sollte diese zusätzlich schützen, also eine Zusatzversicherung abschließen. Darauf weisen wir bei einem Vertragsschluss auch transparent hin.“

Die Sparkasse ALK greife auf ein detailliertes Sicherheitskonzept zurück, um ein Höchstmaß an Sicherheit für die Werte der Kunden zu bieten: „Spezialisierte Fachfirmen unterstützen uns beispielsweise dabei, die Sicherheitsmaßnahmen baulich und technisch auf dem anerkannten Stand zu halten. Das Sicherheitskonzept wird regelmäßig überprüft und kontinuierlich weiterentwickelt“, fügt Christian Weber hinzu.
Weiter schreibt der Pressereferent der Sparkasse ALK, dass man Verständnis für den Wunsch nach Transparenz habe. Aber zum Schutz der Kundinnen und Kunden könne das Geldinstitut mit Blick die Schließfächer und deren Sicherungsmaßnahmen nicht ins Detail gehen. Alle Informationen zur Sicherungstechnik und zu Abläufen würden auch Täter interessieren und könnten die Sicherheitskonzepte schwächen.
Soviel können wir aber sagen: „Wir sichern nach dem anerkannten Stand der Technik, setzen auf moderne Standards, behördliche Abstimmung und regelmäßige Überprüfungen in Zusammenarbeit mit Fachfirmen.“
