Wenn der Frühling absäuft und sich kalte Füße holt

LP-Randnotizen


Topnews
 von Grafik: Sarah Menn
© Grafik: Sarah Menn

Vor einem Monat war der meteorologische und vor zehn Tagen der kalendarische Frühlingsanfang. Seit dem vergangenen Wochenende gilt die Sommerzeit. Und was ist mit dem Frühling? Bisher ist er jedenfalls eine echte Nullnummer.


Kein Frühlingserwachen mit wärmenden Sonnenstrahlen und Temperaturen, die Spaß auf Gartenarbeit oder andere Freiluftaktivitäten machen. Stattdessen gab es im März mehrfach Schneegestöber und in dieser Woche musste man an zwei Tagen morgens noch Eis kratzen. Dazu den ganzen Monat wenig Sonne, dafür aber mächtig viel Regen.

Streetfood im Dauerregen

Etwa 165 Liter Regen pro Quadratmeter sind im März bei uns in Olpe gefallen. Das ist mehr als neunmal so viel wie im März 2022. Während wir vor einem Jahr bei 17 bis 19 Grad und täglich an die zehn Sonnenstunden Ende März den Frühling genießen konnten, müssen wir in diesen Tagen wahlweise den Regenschirm oder die Winterjacke griffbereit haben, um uns wetterfest nach draußen wagen zu können.

In der Kreisstadt erlebte das Streetfood- und Musik-Festival denn auch eine völlig durchnässte Premiere. Schade für die Bands, die Foodtruck-Anbieter und die Organisatoren, dass die innovative Idee sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist. Hoffentlich klappt es trotzdem mit einer Neuauflage im kommenden Jahr.

Mäßige Aussichten

Wer jetzt vom April wettermäßig Besserung erhofft, sollte nicht zu viel erwarten. „Die Karwoche beginnt verbreitet frostig. Von Montag- bis Mittwochmorgen ist es 0 bis minus 5 Grad kalt. Tagsüber scheint bei Hochdruckeinfluss länger die Sonne und erwärmt die Luft auf 6 bis 12 Grad. Spätestens in der zweiten Wochenhälfte erreicht uns ein neues Tief mit mehr Wolken und Regen“, vermeldet das Portal wetteronline.

Vielleicht hilft es dem Frühling ja endlich auf die Sprünge, wenn wir Eduard Mörikes bekanntes Gedicht zitieren: „Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte. Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.“

In diesem Sinne ein schönes Wochenende – egal, wie das Wetter ist.

Wolfgang Schneider

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